Nba schlägt die nächste expansion ein: seattle und las vegas rücken näher

Die 30 Klubchefs stimmten in New York einstimmig dafür, verbindliche Gebote für zwei neue Franchises entgegenzunehmen. Die Rechnung: bis zu zehn Milliarden Dollar pro Team – und das ist noch nicht einmal die finale Zulassung.

Es war die schnellste Generalversammlung seit Jahren. Kaum 45 Minuten dauerte das Treffen im Midtown-Hotel, doch als Adam Silver wieder vor die Tür trat, hatte sich die Liga bereits verändert. Die NBA wird wachsen – ob sie will oder nicht. „Die heutige Abstimmung spiegelt unseren Entschluss wider, das Interesse an einer Expansion in Seattle und Las Vegas zu prüfen“, erklärte der Commissioner. Klingt nüchtern, ist es nicht. Dahinter steckt ein Milliardenpoker, der die Gewinnverteilung der Liga neu schreibt.

Der preis für den eintritt beginnt bei sieben milliarden dollar

Der preis für den eintritt beginnt bei sieben milliarden dollar

7 bis 10 Milliarden – so lautet die Spanne, die potenzielle Eigentümer aufbringen müssen. Selbst für US-Milliardäre ist das ein Kraftakt. Die letzte Expansion 2004 kostete die Charlotte Bobcats 300 Millionen. Seither hat sich der NBA-Faktor 30 multipliziert. Die frischen Einnahmen würden die aktuellen Eigentümer sofort entlasten: Jede Franchise erhält allein durch die Eintrittsgebühren rund 500 Millionen. Ein Anreiz, dem kaum jemand widerstehen kann.

Seattle wartet seit 2008 auf Rückkehr. Die SuperSonics zogen seinerzeit nach Oklahoma, die Stadt behielt aber die Basketball-Leidenschaft. In Las Vegas wiederum wuchs in den vergangenen fünf Jahren ein Markt, der die Liga seit der Sommer-Liga nicht mehr loslässt. Die NHL-Knights bewiesen: Glücksspiel-Metropole und Profi-Sport funktionieren. Die NBA will nun denselben Jackpot.

Doch es bleibt ein Haken. Die 30 Besitzer haben nur grünes Licht für die Prüfung gegeben. Ein zweites Votum folgt – vermutlich 2025 – und entscheidet über endgültige Aufnahme. Bis dahin gilt: wer zahlt, darf mitspielen. Und Kevin Durant? Der verriet kürzlich, dass er seine SuperSonics-Retro-Trikots noch immer aufbewahrt. Vielleicht trägt er sie bald wieder selbst.

Die Uhr tickt. Die Liga will 2028/29 spielen, wer Mitte der Dekade nicht mindestens acht Milliarden auf der hohen Kante hat, ist raus. Die NBA schaltet einen Gang höher – und lässt die Kasse klingeln.