Nawrath dominiert: biathlon-prämienliste enthüllt überraschungen
Philipp Nawrath hat die Biathlon-Saison der deutschen Athleten klar dominiert – zumindest finanziell. Der 33-Jährige steht der Prämienrangliste des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) mit großem Abstand an der Spitze, ein Ergebnis, das die insgesamt enttäuschende Leistung des DSV-Teams im Winter 2026 nur allzu deutlich widerspiegelt.

Ein enttäuschendes jahr für den deutschen biathlon
Die Bilanz liest sich bitter: In 69 Weltcup-Rennen gelang es den deutschen Biathletinnen und Biathleten nicht ein einziges Mal, einen Sieg zu erringen. Lediglich neun Podestplätze konnten erkämpft werden – ein trauriger Kontrast zu früheren Erfolgen. Das spiegelt sich auch in den Prämien wider, die deutlich geringer ausfallen als in den Vorjahren.
Nawrath, der den Gesamtweltcup auf einem respektablen neunten Platz beendete, konnte mit fünf Top-Drei-Ergebnissen mehr als die Hälfte aller deutschen Podestplätze für sich beanspruchen. Besonders stark zeigte er sich im Sprint, wo er als Fünfter der Disziplinwertung glänzte. Seine Prämie: 142.350 Euro.
Franziska Preuß, die ihre Karriere nach den Olympischen Winterspielen beenden wird, landete mit 73.900 Euro auf dem zweiten Platz. Ihre dreimalige Platzierung unter den besten Drei konnte nicht über den 16. Platz im Gesamtweltcup hinwegtäuschen. Justus Strelow, der gemeinsam mit Preuß und Nawrath die Bronzemedaille in der Mixed-Staffel gewann, sicherte sich mit 61.100 Euro den dritten Rang. Er blieb jedoch ohne Einzel-Podest und beendete den Gesamtweltcup auf dem 21. Platz.
Die restliche Rangliste zeigt ein ähnliches Bild: Vanessa Voigt (60.400 Euro), Philipp Horn (57.600 Euro), Janina Hettich-Walz (53.550 Euro), Julia Tannheimer (42.000 Euro), Marlene Fichtner (40.100 Euro), Anna Weidel (31.900 Euro) und David Zobel (27.850 Euro) vervollständigen die Top-15. Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die deutsche Biathlon-Mannschaft dringend neue Impulse benötigt.
Die Diskrepanz zwischen Nawraths Leistung und den Ergebnissen der restlichen Mannschaft wirft Fragen auf: Können die jungen Athleten von seinem Erfolg profitieren und ansetzen, um die deutsche Biathlon-Dominanz wiederherzustellen? Die Antwort auf diese Frage wird die kommende Saison maßgeblich prägen.
