National league: zwei spieltage, drei offene kämpfe

Die National League liefert zum Saisonfinale Drama auf allen Rängen. Playoff-Ticket, Play-in-Platz, Playout-Schicksal — nichts ist entschieden, und das bei gerade noch zwei verbleibenden Spieltagen. Wer jetzt schwächelt, ist draußen.

Lausanne hält das direkte ticket fest in den händen

Nach der 2:6-Klatsche gegen Davos hätte man in Lausanne nervös werden können. Aber der Vorsprung des LHC auf die SC Rapperswil-Jona Lakers beträgt noch immer fünf Punkte — komfortabel genug, um ruhig zu schlafen. Realistisch betrachtet wird Lausanne den sechsten Platz und damit das direkte Playoff-Ticket nicht mehr hergeben. Spätestens beim Heimspiel gegen den HC Ajoie am letzten Spieltag dürfte die Sache endgültig abgehakt sein.

Biel gegen langnau: das duell, das alles entscheidet

Biel gegen langnau: das duell, das alles entscheidet

Hier wird es wirklich eng. Der EHC Biel-Bienne und die SCL Tigers treffen am 51. Spieltag direkt aufeinander — und das Resultat könnte die Frage um das letzte Play-in-Ticket mit einem Schlag klären. Gewinnt eines der Teams nach regulärer Spielzeit, ist die Direktbegegnung als Tiebreaker ausschlaggebend und die Entscheidung fällt sofort. Geht die Partie in die Verlängerung, bleibt alles offen bis zum letzten Abend der Saison.

Dann mischt plötzlich noch ein dritter Name mit: der EHC Kloten. Die Flughafenstädter liegen zwar drei Punkte hinter Biel und Langnau, haben aber die Direktbegegnungen gegen beide verloren — ein Handicap, das sie kaum aufholen können. Möglich ist es trotzdem. Wer jetzt zu früh aufgibt, hat schon verloren.

Ambri kämpft ums nackte überleben

Ambri kämpft ums nackte überleben

Fünf Punkte trennen auch den EHC Kloten vom HC Ambri-Piotta — diesmal allerdings in der anderen Richtung der Tabelle. Ambri will die Playouts gegen den HC Ajoie vermeiden und hat noch eine mathematische Chance. Das Szenario: zwei Siege für die Leventiner, gleichzeitig zwei Niederlagen für Kloten nach regulärer Spielzeit. Unwahrscheinlich, ja. Aber im Eishockey hat man schon Seltsameres erlebt.

Der SC Bern hingegen kann sich entspannt zurücklehnen. Nach dem Sieg über den EV Zug sind die Berner nicht mehr aus den Top Ten zu verdrängen. Rapperswil-Jona schließt die Saison sogar garantiert unter den besten acht ab — zwei Chancen auf die Playoffs sind damit gesichert. Für diese beiden ist der Kampf schon gelaufen. Für alle anderen beginnt er jetzt erst richtig.