Napoli: offensive-krise trotz millionen-transfers!
Neapel – Ein düsteres Bild zeichnet sich für die Fans der SSC Neapel ab: Trotz eines aggressiven Transfermanagements in den letzten Jahren leidet die Offensive der Mannschaft unter einer deutlichen Krise. Die einst so gefürchtete Angriffsmacht, die unter Maurizio Sarri und Luciano Spalletti glänzte, ist weit entfernt von ihrer früheren Pracht. Die Frage ist, ob die Investitionen in neue Spieler wirklich fruchten werden.

Die torflaute im vergleich zur vergangenheit
Erinnern wir uns an die glorreichen Zeiten: Unter Sarri gelangen es den Partenopei in der Saison 20/21 zu beeindruckenden 86 Treffern. Selbst unter Spalletti, in den Saisons 21/22 und 22/23, hielt man mit 74 bzw. 77 Toren ein hohes Niveau. Im krönenden Jahr des Scudetto 2023/24 waren es noch 59 Tore. Doch in der aktuellen Saison dümpelt die Mannschaft mit lediglich 48 Toren vor sich hin – ein besorgniserregender Rückgang. Die Torquote von 1,45 pro Spiel liegt sogar 0,10 unter dem Wert der Vorsaison.
Die Verantwortlichen des Vereins haben in den letzten zwei Jahren beträchtliche Summen in die Offensive investiert. Allein für Rasmus Hojlund wurden 50 Millionen Euro auf den Tisch gelegt, weitere 30 Millionen flossen für Romelu Lukaku und 30 für Neres. Lucca kostete 35 Millionen, Lang 28 Millionen, Giovane 20 Millionen und Alisson Santos gar 16,5 Millionen. Eine Gesamtinvestition von über 150 Millionen Euro! Doch bisher blieb die erhoffte Steigerung der Torproduktion aus.
Ein Lichtblick aus dem Mittelfeld: Während die neuen Angreifer zu kämpfen haben, sticht ein Spieler aus dem Mittelfeld hervor: Scott McTominay. Der Schotte, der im letzten Jahr noch als überraschender Torjäger auftrumpfte, erzielte in dieser Saison bereits acht Treffer und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Schadensbegrenzung. Hojlund hingegen hat erst die magische 10-Tore-Marke überschritten.
Die Begegnung gegen Lazio verdeutlichte die Probleme auf erschreckende Weise: Null Torschüsse im Tor und lediglich 0,49 Expected Goals. Es stellt sich die Frage, ob die Verantwortlichen die richtigen Entscheidungen getroffen haben und ob die Spielphilosophie von Trainer Conte zu den vorhandenen Spielern passt. Die Millionen-Transfers scheinen bisher wenig Wirkung gezeigt zu haben.
Die kommenden fünf Spiele bieten die Chance, die Wende zu schaffen. Ob die Mannschaft mit den „Fab Four“ oder Alisson Santos eine neue Energie finden kann, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Die Offensive der SSC Neapel muss sich dringendst steigern, wenn die Ambitionen auf die europäischen Plätze weiterhin ernst genommen werden sollen. Die Anhänger hoffen, dass die Investitionen nicht umsonst waren und die Mannschaft noch einmal in die Erfolgsspur findet.
