Nagelsmann verschiebt wm-nominierung: bayern-stars erst später dabei!
Ein Umbruch im WM-Plan: Julian Nagelsmann, Bundestrainer des DFB, hat seine ursprünglichen Pläne für die Bekanntgabe des WM-Kaders radikal verändert. Statt am 12. Mai in Frankfurt wird der 26-Mann-Kader erst am 21. Mai auf dem DFB-Campus präsentiert – eine Entscheidung, die vor allem die Fans der Bundesliga-Topklubs betrifft.
Vorbereitung verkürzt: pokalfinale beeinflusst nagelsmanns entscheidung
Die Verschiebung ist kein Zufall. Nagelsmann reagiert auf das vollgepackte Programm im Mai. Mit dem DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart am 23. Mai sowie potenziellen Champions-League-Spielen der Münchner wird eine Vielzahl von möglichen WM-Kandidaten erst später zur Verfügung stehen. Drei Tage Ruhe nach diesen Spielen sind für die Spieler nun vorgesehen, um die Strapazen auszugleichen.
Die Vorbereitung in Herzogenaurach beginnt somit zwei Tage später, am 27. Mai. Sollte Bayern tatsächlich ins Champions-League-Finale einziehen, müssen die Münchner Nationalspieler erst nach dem Testspiel gegen Finnland in Mainz (31. Mai) zum Team stoßen. Ein logistischer Balanceakt für den Bundestrainer, der nun versucht, die bestmögliche Vorbereitung unter den gegebenen Umständen zu gewährleisten.

Personalsorgen belasten die kaderplanung
Doch es gibt noch weitere Stolpersteine. Die Kaderplanung wird zusätzlich durch die zahlreichen Verletzten belästigt. Kai Havertz, der am Samstag gegen Newcastle frühzeitig den Platz verlassen musste, fällt vorerst aus. Eine genaue Diagnose steht noch aus, was die Situation für den Arsenal-Stürmer zusätzlich kompliziert macht. Auch bei Felix Nmecha, Lennart Karl und Tom Bischof besteht weiterhin Ungewissheit bezüglich ihrer Fitness für die WM.
Die Verschiebung der Nominierung gibt Nagelsmann zwar etwas mehr Zeit, die Situation zu sondieren, doch die Personalsorgen bleiben bestehen. Der Bundestrainer steht vor der Herausforderung, einen schlagfertigen Kader zusammenzustellen, der den hohen Erwartungen gerecht wird. Die Reise nach Chicago am 2. Juni, wo am 6. Juni das Testspiel gegen die USA ansteht, wird zeigen, wie weit die Vorbereitung fortgeschritten ist.
Die Entscheidung Nagelsmanns, die Nominierung zu verschieben und die Vorbereitung anzupassen, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Bundestrainer bereit ist, ungewöhnliche Wege zu gehen, um die bestmögliche Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft zu gewährleisten. Die Frage ist nun, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die deutschen Nationalspieler in Topform ins Turnier führen zu können.
