Nagelsmann kündigt kader an: beier fliegt raus, bayern-talente karl und urbig erstmals dabei

Julian Nagelsmann hat seinen Kader für die März-Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana präsentiert – und dabei für den ersten echten Eklat gesorgt. Maximilian Beier, erst im Oktober noch Hoffnungsträger, fehlt komplett. Dagegen erhalten zwei Münchner Jungstars ihre Premiere.

Die Entscheidung gegen Beier ist hart, aber nachvollziehbar. Der 22-jährige Stürmer lief in den vergangenen Wochen bei der TSG Hoffenheim zu, blieb aber ohne Torbeteiligung. Nagelsmann will offensichtlich keine Experimente mehr, seine WM-Liste soll „nahezu identisch“ mit dem jetzigen Aufgebot sein. Wer heute rausfliegt, hat in Katar kaum noch eine Chance.

Bayern-duo karl und urbig profitieren vom umbruch

Bayern-duo karl und urbig profitieren vom umbruch

Lennart Karl, 19, Mittelfeldspieler mit Box-to-box-Qualitäten, und Jonas Urbig, 21, lang geprüfter Keeper-Talent, schaffen den Sprung ins A-Team. Beide standen zuletzt in der U-21, doch ihre konstanten Leistungen im Training und im Regionalliga-Einsatz haben Nagelsmann überzeugt. „Sie sind nicht wegen ihrer Pässe hier, sondern wegen ihrer Mentalität“, sagte der Bundestrainer in der Pressekonferenz.

Die Testspiele dienen nicht nur der Formüberprüfung, sondern auch der Chemie. Gegen die Schweiz in Basel erwartet Nagelsmann ein „Kampf auf Augenhöhe“, gegen Ghana drei Tage später in Stuttgart eine Prüfung der taktischen Disziplin. Die beiden Partien sind die letzten vor der Endabnahme im Mai – danach wird der 26-Mann-Kader für Katar fix verschlossen.

Für Beier beginnt der Frühling mit einem Schock. Der einstige Shooting-Star muss nun in Hoffenheim liefern, um sich für die EM-Reserve zu empfehlen. Die Zeit arbeitet gegen ihn: In 14 Tagen schließt Nagelsmann sein WM-Tor endgültig. Wer draußen ist, bleibt draußen.