Nagelsmann: ecuador-duell ist keine absicherung, sondern herausforderung!
New York/Winston-Salem – Julian Nagelsmann hat sich in der Pressekonferenz vor dem letzten Gruppenspiel der Fußball-WM 2026 gegen Ecuador deutlich gegen eine großzügige Rotation in der Startelf ausgesprochen. Nach zwei Siegen gegen Curacao und die Elfenbeinküste ist Deutschland bereits vor dem letzten Spiel als Gruppensieger feststehen, doch der Bundestrainer sieht in der Partie keine Gelegenheit, Stammkräfte zu schonen.
Keine experimente gegen ecuador – fokus auf k.o.-phase
„Ich sehe nicht diesen Riesensinn, jetzt noch großartig zu rotieren“, erklärte Nagelsmann mit einem Augenzwinkern. „Wir wollen uns gegen Ecuador beweisen und einen guten Rhythmus mitnehmen in die K.o.-Runde. Das ist wichtiger als ein paar zusätzliche Minuten Spielpraxis für andere Spieler.“ Die Entscheidung schmerzt für einige Spieler auf der Bank, doch Nagelsmann betonte, dass die Rollenverteilung im Vorfeld klar kommuniziert worden sei.
Die deutsche Mannschaft hat sich bereits als Gruppensieger qualifiziert, doch die Aufgabe gegen Ecuador ist keineswegs eine leichte. Die Südamerikaner müssen gewinnen, um überhaupt noch eine Chance auf das Achtelfinale zu haben. „Das wird ein intensives Spiel, bei dem wir alles geben müssen“, so Nagelsmann.
Undav erwartet aggressives Spiel: „Die Südamerikaner sind, was das Temperament angeht, nochmal krasser als wir in Europa“, sagte Stürmer Deniz Undav. „Es wird auf jeden Fall sehr körperlich und hart.“ Der Stuttgarter wird voraussichtlich erneut auf der Bank sitzen, nachdem er in den bisherigen Spielen als Joker traf und überzeugt hat.
Die Fans reisen an: Der Times Square in New York wurde am Mittwochabend in ein Meer aus Weiß verwandelt, als hunderte deutsche Fans die Mannschaft anfeuerten. Die Stimmung ist ausgelassen, aber Nagelsmann mahnt zur Ruhe. „Wir müssen uns auf das Spiel konzentrieren und unsere Leistung abrufen“, so der Bundestrainer.
Ein besonderer Umstand ist, dass das DFB-Team bereits 2006 in der Gruppenphase gegen Ecuador gespielt hat und damals deutlich gewonnen hat. Ob sich diese Parallelität fortsetzen wird, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Deutschland wird alles daransetzen, diesen Erfolgsweg fortzusetzen und sich optimal auf die K.o.-Phase einzustellen.

Ein „problem-rasen“ fordert neue lösungen
Während die Fans feiern, gibt es intern einige Kopfschmerzen: Der Rasen im Stadion in New York sorgt für Diskussionen. Spieler wie Rabiot und Vinicius Junior haben bereits über die holprige Oberfläche geklagt. Undav zeigte sich jedoch unbeeindruckt: „Das hat gar keinen Einfluss. Zieh deine Schuhe an, geh auf den Platz, renne und spiele mit dem Ball. Es ist nur Fußball.“
Die Partie gegen Ecuador verspricht also ein spannungsgeladenes Finale der Gruppenphase zu werden. Deutschland will sich zeigen, Ecuador kämpft um das Überleben. Ein Duell, das Fußballherzen höherschlagen lässt.
