Nach olympia-fauxpas: rai-sportchef paolo petrecca muss gehen
Nach olympia-fauxpas: rai-sportchef paolo petrecca muss gehen
Rom, 19. Februar 2026 – Die italienische Sendeanstalt RAI hat Konsequenzen aus den zahlreichen Fehlern von Sportchef Paolo Petrecca während der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele gezogen. Petrecca, der für seine unglücklichen Kommentare und Verwechslungen während der Live-Übertragung in die Kritik geraten war, wird seinen Posten nach den Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo aufgeben.
Unzählige fauxpas bei der eröffnungsfeier
Die Eröffnungsfeier am 6. Februar sorgte für massive Kritik in Italien. Petrecca verwechselte beispielsweise die Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, Kirsty Coventry, mit der Tochter des italienischen Präsidenten Sergio Mattarella. Zudem „sah“ er Mariah Carey auf der Bühne, obwohl die Sängerin erst später auftreten sollte. Auch seine Kommentare zu den einlaufenden Mannschaften wurden als klischeehaft und unpassend kritisiert.

„Schlimmste demütigung von rai sport“
Die Gewerkschaft der Sportjournalisten bei RAI reagierte mit Empörung und kündigte einen dreitägigen Streik nach den Winterspielen an. Sie sprach von der „schlimmsten Demütigung von Rai Sport“ und forderte eine Aufklärung der Umstände, die zu den Fehlern bei der Übertragung geführt hatten. Petrecca war offenbar kurzfristig für die Moderation eingesetzt worden.

Verwechslungen und veraltete witze
Neben den genannten Fehlern begrüßte Petrecca die Zuschauer zunächst im Stadio Olimpico, der offiziell Stadio Giuseppe Meazza oder Stadio San Siro heißt. Er kommentierte zudem, dass die spanischen Athleten wie immer „caliente“ seien und dass das chinesische Team „natürlich“ mit Smartphones in der Hand in das Stadion einziehen würde. Diese Kommentare wurden als beleidigend und respektlos wahrgenommen.
Rücktritt nach den spielen
Laut einer Quelle bei der RAI hat sich Paolo Petrecca bereits „von seinem Posten zurückgezogen“. Sein Ausscheiden soll nach Abschluss der Olympischen Spiele vollzogen werden. Die RAI hat sich bisher nicht offiziell zu den Vorwürfen und dem Rücktritt geäußert, bestätigte aber gegenüber der Nachrichtenagentur AFP die Informationen.
Reaktionen und folgen
Die Ereignisse haben eine breite öffentliche Debatte über die Qualität des italienischen Sportsjournalismus und die Vorbereitung auf Großereignisse ausgelöst. Viele Zuschauer äußerten sich in den sozialen Medien enttäuscht und forderten eine gründliche Reform der RAI-Sportredaktion. Es bleibt abzuwarten, welche personellen und strukturellen Konsequenzen die Ereignisse noch nach sich ziehen werden.
Ein überblick über die fauxpas im detail:
- Verwechslung von Kirsty Coventry mit Laura Mattarella
- Angekündigte Auftritt von Mariah Carey, die noch nicht auf der Bühne stand
- Falsche Bezeichnung des Stadions (Stadio Olimpico vs. Stadio San Siro)
- Klischeehafte Kommentare über spanische und chinesische Athleten
