Musso zerpflückt debatte um handspiel: "ist doch schnee von gestern!"
Madrid – Der Aufreger in der ChampionsLeague ist kaum abgeklungen, da meldet sich Atlético-Torwart Juan Musso zu Wort und relativiert die umstrittene Szene im Viertelfinal-Duell gegen Barcelona auf bemerkenswerte Weise. Ein Handspiel von Pubill, das zur Diskussion steht – Musso sieht darin bestenfalls eine Bagatelle.

Die strittige szene im detail: was wirklich geschah
Im Spiel gegen Barcelona, bei dem Atlético Madrid einen wichtigen Sieg feierte, kam es in der 54. Minute zu einer Situation, die für hitzige Diskussionen sorgte. Musso hatte den Ball auf dem Rasen platziert und ihn mit dem Fuß in Richtung Pubill gespielt. Dieser, unter dem Druck der Situation, hielt den Ball mit der Hand fest, bevor er ihn mit dem Fuß weiterleiten konnte. Schiedsrichter Kovacs wertete die Aktion als nicht spielberechtigt – eine Entscheidung, die bis heute kontrovers diskutiert wird.
Musso selbst nimmt die Sache allerdings mit Humor: „Es ist eine Situation, die überhaupt keine Bedeutung hat. Wir reden hier von gar nichts!“, erklärte der Torwart in einem Interview. Er betonte, dass die Diskussion um dieses Handspiel den Gesamtkontext des Spiels in den Schatten stellt. „Wenn wir das Spiel aufgrund dieser einen Aktion zusammenfassen wollen. Sprechen wir doch über das gesamte Spiel. Barcelona hat eine hervorragende Leistung gezeigt, ein fantastisches Team. Es ist ein Vergnügen, gegen sie zu spielen und es macht uns besser.“
Auch Atlético-Sportdirektor Mateu Alemany unterstützt Musso’s Einschätzung. „Ich habe darüber nicht nachgedacht. Der Schiedsrichter pfeift, wenn der Ball auf dem Boden liegt. Daher war der Ball nicht im Spiel, weil wir die Aktion noch nicht begonnen hatten.“ Die Argumentation ist klar: Solange das Spiel nicht offiziell durch den Schiedsrichter wieder aufgenommen wurde, kann es sich bei einer solchen Aktion nicht um ein Handspiel im Strafraum handeln.
Trainer Diego Pablo Simeone ergänzte: „Wenn Pubill einen angeblichen Pass erhalten hat, um die Aktion zu starten, interpretierte er die Situation so, wie sie war. Und der Schiedsrichter interpretierte sie genauso. Das ist normal im Spiel.“ Es scheint, als ob Atlético die Angelegenheit schnell hinter sich lassen und sich auf die kommenden Aufgaben konzentrieren möchte. Die Ruhe, mit der Musso auf die Kontroverse reagiert, ist dabei bemerkenswert.
Die Diskussion mag weitergehen, doch für Musso ist die Sache klar: „Lassen wir doch den Unsinn. Diese Aktion hat keine Bedeutung.“ Ein klares Statement, das zeigt, dass Atlético Madrid sich nicht von der umstrittenen Szene aus dem Konzept bringen lässt.
