Muskelfaserriss! karweina fällt vier wochen aus – luzern verliert torschützen
Sinan Karweina war noch nicht einmal auf dem Platz, da war seine Partie schon vorbei. Beim Aufwärmen vor dem Heimspiel gegen Winterthur zog sich der deutsche Angreifer einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zu – und damit genau jene Verletzung, die Profis fürchten, weil sie ohne Warnung kommt und den Körper für Wochen lahmlegt.

Der treffer, der keine nachfolgen sollte
Nur wenige Tage zuvor hatte Karweina beim 1:2 gegen die Young Boys seinen ersten Saisontreffer erzielt – nach 19 Pflichtspielen, in denen er meist nur Einwechselspieler war. Das Tor schien der Beginn einer neuen Phase zu sein, vielleicht sogar der Durchbruch. Stattdessen steht nun die viertwöchige Zwangspause, und mit ihr die Frage, ob der 26-Jährige nach seiner Rückkehr überhaupt noch eine Rolle in Mario Fricks Sturmplan spielt.
Die Zahmen sind hart: Seit seinem Wechsel 2022 kam Karweina nur auf elf Starts, in dieser Saison war er zehn Mal Joker. Die Tore blieben aus, die Minuten sporadisch. Dann das 1:2 gegen Bern – und die Hoffnung. „Er hat gezeigt, was in ihm steckt“, sagte Frick nach dem Spiel. Was niemand wissen konnte: Es war ein Vorspiel ohne Happy End.
Für Luzern kommt der Ausfall zur Unzeit. Mit Kabwit, Bomé und Krasniqi haben die Zentralschweizer zwar Alternativen, doch keiner von ihnen bringt Karweinas Mischung aus Pressingresistenz und Ballgeschwindigkeit mit. Sportchef Stefan Wolf muss nun entscheiden, ob er im Sommer nachlegt – oder ob Karweinas Vertrag, der 2025 ausläuft, stillschweigend verlängert wird.
Die Diagnose ist eindeutig, die Konsequenz auch: Vier Wochen Reha, keine Garantie für ein Comeback in der Startelf. Luzern verliert nicht nur einen Spieler, sondern auch eine Geschichte, die gerade begann zu glühen.
