Shakira gewinnt rechtsstreit: 60 millionen euro rückerstattung vom spanischen fiskus!

Madrid – Ein Urteil, das für Aufsehen sorgt: Shakira hat den jahrelangen Rechtsstreit mit dem spanischen Finanzamt gewonnen und darf sich über eine Rückerstattung von rund 60 Millionen Euro freuen. Das spanische Audiencia Nacional sprach die kolumbianische Popstar vom Vorwurf der Steuerhinterziehung im Jahr 2011 frei und ordnete die Rückzahlung der bereits geleisteten 55 Millionen Euro plus Zinsen an.

Die lange geschichte des steuerstreits

Die lange geschichte des steuerstreits

Die Auseinandersetzung mit dem spanischen Fiskus zog sich über Jahre hin und war eng mit Shakiras Beziehung zu Fußballstar Gerard Piqué verbunden. Im Jahr 2011, kurz nach Beginn der Beziehung, lebte Shakira zeitweise in Barcelona, wurde aber vom Finanzamt beschuldigt, ihren Wohnsitz nicht ordnungsgemäß in Spanien angemeldet zu haben. Dies führte 2021 zu einer Rekordstrafe von 55 Millionen Euro, gegen die Shakira Berufung einlegte.

Die Anwälte der Sängerin argumentierten erfolgreich, dass die Anwesenheitszeiten in Spanien nicht die gesetzliche Grenze für die Ansässigkeit überschritten. Das Gericht bestätigte nun, dass Shakira im Jahr 2021 lediglich 163 Tage in Spanien verbrachte, 20 Tage weniger als die für die Steuerpflicht erforderlichen 183 Tage.

Ein Sieg mit Folgen, aber nicht das Ende der Probleme

Während Shakira im Fall 2011 einen bedeutenden Erfolg errungen hat – das Finanzamt hat zwar noch 30 Tage Zeit, gegen das Urteil Berufung einzulegen – sieht die Situation für die Jahre nach 2011 anders aus. Im Jahr 2023 schloss die Sängerin einen Deal mit den spanischen Behörden, in dem sie zugab, zwischen 2012 und 2014 Steuern in Höhe von 14,5 Millionen Euro hinterzogen zu haben. Im Gegenzug akzeptierte sie eine dreijährige Haftstrafe, die in eine Geldstrafe von rund 7 Millionen Euro umgewandelt wurde.

Die Rückerstattung von 60 Millionen Euro ist für Shakira zweifellos ein finanzieller Lichtblick, doch der Schatten der Steuerhinterziehung wird sie wohl noch lange begleiten. Die Entscheidung des Gerichts zeigt jedoch, dass eine sorgfältige Prüfung der Fakten und eine professionelle Rechtsvertretung auch in komplexen Steuerfällen zum Erfolg führen können. Die Frage, ob das Finanzamt tatsächlich Berufung einlegen wird, bleibt abzuwarten.