Sal da vinci gewinnt sanremo 2026 mit nur 0,3 prozent vorsprung

Es war ein Herzschlagfinale, das man so schnell nicht vergisst. Sal Da Vinci hat die 76. Ausgabe des Festival di Sanremo gewonnen – und zwar mit einem Vorsprung, der kaum enger hätte sein können. 22,2 Prozent der Gesamtstimmen reichten dem Sänger von Per sempre sì, um sich gegen seine Konkurrenten durchzusetzen. Der Zweitplatzierte Sayf lag mit 21,9 Prozent nur einen Wimpernschlag dahinter.

Ein televoting-krimi bis zur letzten sekunde

Wer am Samstagabend zugeschaut hat, weiß: Das war kein gemütlicher Abend auf der Couch. Die Abstimmung entwickelte sich zu einem echten Nervenspiel, bei dem sich die Ränge mehrfach verschoben. Ditonellapiaga landete mit 20,6 Prozent auf dem dritten Platz – stark genug für eine Medaille, aber eben nicht für den Pokal.

Die Zahlen dahinter erzählen die Geschichte deutlicher als jede Moderation: Arisa kam auf 18,9 Prozent, während das Duo Fedez und Marco Masini mit 16,5 Prozent das Feld von hinten abschloss. Fünf Acts, fünf verschiedene Welten – und am Ende entschieden weniger als ein Prozentpunkt über Sieg oder Niederlage.

Die anderen preise: fulminacci, fedez und masini räumen ab

Die anderen preise: fulminacci, fedez und masini räumen ab

Neben dem Hauptpreis wurden auch die Nebenauszeichnungen vergeben. Den begehrten Mia-Martini-Preis sicherte sich Fulminacci. Die Auszeichnung für den besten Text ging an Fedez und Marco Masini – eine gewisse Ironie, wenn man bedenkt, dass das Duo im Gesamtranking am Ende des Feldes stand.

Sanremo 2027 wirft seinen schatten voraus

Noch bevor die Konfetti vom Boden der Ariston-Bühne gefegt waren, kam die nächste Meldung: Stefano De Martinowird Sanremo 2027 als Moderator und künstlerischer Leiter übernehmen. Ein Name, der in Italien polarisiert – und genau deshalb für Gesprächsstoff sorgen wird, lange bevor die erste Note erklingt.

Sal Da Vinci hat gewonnen. Die Debatte darüber, ob er der würdigste Sieger war, hat gerade erst begonnen.