Renga bricht das schweigen: „ich hatte keine werkzeuge für eine beziehung im scheinwerferlicht“
Francesco Renga hat es endlich gesagt: Die Liebe zu Ambra Angiolini zerbrochen, weil er selbst nicht mehr standhielt. Im Talk von Silvia Toffanin gestand der Sanremo-Star, dass Paparazzi, Klatsch und das ständige Performen sie beide auffraßen – und er keine Strategie fand, dagegen anzukämpfen.
Die Trennung sei kein Knall, sondern ein langsames Auseinanderdörrn gewesen, erzählt der 55-Jährige. „Wir haben uns wehgetan“, sagt er mit tonloser Stimme, „jeder musste allein mit dem Schlimmsten in sich fertig werden.“ Was als Romanze zwischen It-Girl und Balladen-Barde begann, endete in einem Clinch aus Eitelkeit, Erschöpfung und dem Gefühl, ständig auf der Bühne zu stehen – auch wenn kein Song gespielt wurde.
„Ich war ohne werkzeuge“ – rengas ehe-crash als lehrstück
Die Formel klingt simpel, ist in der Promiwelt aber selten ausgesprochen: Wer keine Schutzschilder besitzt, verliert. Renga räumt ein, dass Ambra die Regeln des Spiels kannte – er aber nicht. „Sie war das gewohnt, ich hatte keine Werkzeuge“, sagt er und macht damit klar, dass ihm die mediahe Natur ihrer Beziehung nie passte. Jeder gemeinsame Spaziergang wurde zur Bildergalerie, jeder Streit zur Schlagzeile. Statt sich gegenseitig Halt zu geben, schalteten sie ab, um nicht noch mehr Material zu liefern.
Das Resultat: zwei Kinder, Iolanda und Gabriele, die heute 19 und 17 sind, und ein Verhältnis, das erst nach Jahren des Schweigens wieder „einigermaßen okay“ funktioniert. Renga betont, dass heute alles für die Geschwister läuft – was in Italien Code ist für: Wir sprechen nur noch über Schulnoten und Ferienpläne.

Neuanfang jenseits der rampenlicht-grenze
Wer glaubt, der Sänger würde nun auf Promipartys den nächsten Frust wegsingen, kennt die Lage nicht. Seit acht Jahren lebt Renga mit Diana zusammen – einer Frau, die weder Instagram noch rote Teppiche kennt. „Sie ist schüchtern, sie ist weit weg von diesem Kosmos“, schwärmt er und klingt dabei wie jemand, der endlich durchatmen kann. Die Parallele zur eigenen Tochter zieht er ohne Pathos: „Iolanda ist auch eher still, sie beobachtet. Diana erinnert mich an sie.“
Für den Musiker ist diese Ruhe das neue Tournee. Keine After-Show-Partys, keine Paparazzi-Alarme, sondern Abende auf der Terrasse, bei denen nur die Grillenzirpen ein Mikrofon halten. Ob das reicht, um alte Narben zu kitten? Renga weiß es nicht, sagt aber, dass er endlich wieder Songs schreibt, „die nicht nach Verlust klingen“. Und das ist schon mal ein Anfang.
Die Bilanz: Wer sich jahrelang im Scheinwerferlicht verbrannt hat, sucht jetzt das Licht der Sterne – nicht der Kameras. Für Renga klingt das nicht nach Rückzug, sondern nach dem einzigen Solo, das er nie zuvor probiert hat: ein Leben, das nicht ins Off muss.
