El mala trauert und trifft: deutschlands u21 erobert spitze zurück

Said El Mala trug Trauer, aber er trug auch die Hoffnung von 21 jungen Profis auf dem Rücken. Sein Drehschuss in der 11. Minute zerlegte Griechenlands Abwehr und schoss die deutsche U21 an die Spitze der Qualifikationsgruppe F – drei Tage, nachdem seine Oma starb.

Die entscheidung, die niemand verlangte

Trainer Antonio Di Salvo bekam die Nachricht am Samstagmorgen. „Sofort haben wir gesagt: Said, flieg nach Hause, Familie geht vor.“ Doch El Mala blieb. „Die Jungs sollten nicht mit zehn Mann antreten“, begründete er später, „und ich wusste, dass Oma mich so sehen wollte – auf dem Platz, nicht auf der Tribüne.“

Die Sportpsychologin Helena K. schob sich zwischen Trainingsplätze und Hotelflure, stellte sicher, dass El Mala nicht nur mitlief, sondern auch lachte. Kapitän Tom Bischof redete kaum über Taktik, sondern über Erinnerungen. „Wir haben seine Oma mitgefeiert“, sagt er, „jeder Sprint, jeder Pass war für sie.“

Ein tor, das sich nicht in statistiken fängt

Ein tor, das sich nicht in statistiken fängt

El Malas Schuss prallte gegen das Netz, aber die Eruption danach war lauter als das Olympiastadion. Kein Standard-Jubel, kein choreografierter Dance – nur Tränen, Umarmungen, ein Blick gen Himmel. „Ich habe sie oben glücklich gemacht“, sagte er knapp, und mehr brauchte niemand zu hören.

Griechenlands Keeper Nikolaos Botis verhinderte später den Doppelpack, doch das war Nebensache. Deutschland kontrollierte das Tempo, ließ den Gegner laufen und sich selbst nie mehr in Bedrängnis. 18 Punkte, Tordifferenz +11 – die Tabellenspitze ist wieder schwarz-rot-gold.

Im September gastiert die U21 in Polen, im Oktober empfängt sie Israel. Drei Matchbälle bis zur Endrunde, und plötzlich ist wieder von einer „Generation Träume“ die Rede. El Mala wird dabei sein. „Urlaub habe ich noch nicht gebucht“, sagt er trocken, „vielleicht im Sommer – wenn wir in Georgien spielen.“

Die Oma hätte es so gewollt.