München sprintet auf wm-kurs: stadtratt gibt grünes licht für leichtathletik-wm 2029 oder 2031

Mit einem satten Mehrheitsvotum hat der Münchner Stadtrat am Mittwoch die Weichen für die Bewerbung um die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2029 oder 2031 gestellt. Das Gremium sprach sich „mit großer Mehrheit“ für den entsprechenden Antrag aus, wie Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) in der Sitzung bestätigte. Die Entscheidung katapultiert die bayerische Landeshauptstadt in die Endrunde um die begehrte Großveranstaltung – und könnte sie zum deutschen Aushängeschild für eine mögliche Olympia-Kandidatur machen.

Warum münchen jetzt gas gibt

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Die Uhr tickt. Bis Anfang April muss das komplette Bewerbungsdossier samt Finanzierungszusagen und Garantien beim Weltverband World Athletics auf dem Tisch liegen. Die Entscheidung über die Vergabe fällt im September – und München wirbt mit dem bewährten Olympiastadion sowie den umliegenden Anlagen im Olympiapark, die bereits 2022 die Europameisterschaft erfolgreich beherbergten. Kein Zufall: Auch London hat laut Insidern bereits Interesse signalisiert, weshalb World Athletics eine Doppelvergabe für 2029 und 2031 ins Auge fasst.

Die Rechnung der Münchner Strategen geht auf: Die Stadt profiliert sich als internationale Sportmetropole, der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hatte bereits im September 2024 einstimmig grünes Licht für die Bewerbung gegeben. Für Deutschland wäre es nach der Berliner WM 2009 erst die zweite Leichtathletik-WM überhaupt. Konkurrenten wie Barcelona oder Nairobi werfen ebenfalls ihre Mütze in den Ring – doch München setzt auf Heimvorteil.

Der nächste Halt: Peking 2027. Danach könnte München die Weltelite empfangen – vorausgesetzt, die Unterlagen sind pünktlich und der Etat stimmt. Die Stadt verballert keinen Tag: Bereits jetzt laufen interne Arbeitsgruppen auf Hochtouren, um letzte Lücken im Konzept zu schließen. Die Botschaft ist klar: München will nicht nur dabei sein, München will gewinnen.