Mumbru jongliert mit zyklen: basketball-coach in doppelter rolle!

Ein überraschender Schachzug im deutschen Basketball: Àlex Mumbrú, der erfolgreiche Bundestrainer, wird ab der kommenden Saison parallel auch den italienischen Erstligisten Virtus Bologna coachen. Der DBB hat dem Wunsch des Spaniers nach einem Engagement im europäischen Vereinsbereich überraschend zugestimmt – ein Modell, das vor allem die Ära von Gordon Herbert als Bundestrainer ausgeschlossen wurde.

Die hintergründe des überraschenden deals

Die hintergründe des überraschenden deals

Die Entscheidung des Deutschen Basketball Bundes (DBB) ist alles andere als selbstverständlich. Während Herbert einen Vereinsvertrag verweigerte, räumt man Mumbrú nun den Weg frei, seine Coaching-Fähigkeiten auch im europäischen Vereinsgeschehen unter Beweis zu stellen. „Für Bundestrainer Mumbrú hat die Nationalmannschaft weiterhin eine herausragende Bedeutung“, betonte DBB-Präsident Ingo Weiss, „er wird uns auch weiterhin mit großer Begeisterung und mit vollem Einsatz zur Verfügung stehen.“ Ein klares Bekenntnis, das die Bedenken hinsichtlich einer möglichen Beeinträchtigung des Nationalteams im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2027 zerstreuen soll.

Doch wie kam es zu dieser Kehrtwende? Die Trennung von Dusko Ivanovic in Bologna und die Suche nach einem erfahrenen Coach boten die perfekte Gelegenheit. Mumbrú, der bereits in der Vergangenheit in Spanien und Italien tätig war, schien der ideale Kandidat zu sein. „Es ist nicht selbstverständlich und zeugt von unserem sehr guten Verhältnis“, freute sich Mumbrú über das Entgegenkommen des DBB.

Die neue Doppelrolle stellt natürlich eine enorme Herausforderung dar. Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 steht für das deutsche Nationalteam an erster Stelle, während in Bologna die ambitionierten Ziele in der EuroLeague im Vordergrund stehen. Ob Mumbrú in der Lage sein wird, diese beiden Aufgaben unter einen Hut zu bringen, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Die Basketball-Szene in Deutschland und Italien wird in den kommenden Monaten mit Spannung beobachten, wie sich dieser ungewöhnliche Doppeljob entwickelt.

Virtus Bologna, der 17-malige italienische Meister, hatte in der vergangenen Saison enttäuscht und verpasste deutlich die Playoffs der EuroLeague. Mit Mumbrú an der Seitenlinie soll nun frischer Wind in den Verein gebracht werden. Ob die neue Konstellation auch dem deutschen Nationalteam zugutekommt, wird die Zeit zeigen. Der Ball liegt nun ganz klar bei Àlex Mumbrú.