Mumbrú jongliert mit jobs: doppelrolle für basketball-star?
Ein Wechselspiel aus Nationalmannschaft und EuroLeague? Àlex Mumbrú, der erfolgreiche Bundestrainer, steht offenbar vor einer überraschenden beruflichen Verdopplung. Laut spanischer Berichterstattung könnte der 47-Jährige ab der kommenden Saison gleichzeitig Virtus Bologna in der italienischen EuroLeague trainieren – eine Situation, die den Deutschen Basketball Bund (DBB) vor eine Zerreißprobe stellt.

Zwei chefs, eine verpflichtung?
Die Meldung, die von der Sporttageszeitung Marca aus Mumbrús Heimat kolportiert wird, deutet auf eine vorläufige Vereinbarung zwischen dem Basketballer und dem italienischen Spitzenklub hin. Virtus Bologna, auf der Suche nach einem Nachfolger für Dusko Ivanovic, scheint Mumbrú als ideale Besetzung zu sehen. Doch der DBB reagiert zunächst verhalten. Präsident Ingo Weiss betonte vehement, dass Mumbrú weiterhin die alleinige Verantwortung für das Nationalteam trägt und sich voll und ganz auf die bevorstehenden Qualifikationsspiele konzentriert.
Die Verpflichtung von Mumbrú zum DBB war bereits ein Glücksgriff. Er führte das Team zum EM-Titel 2025, nachdem er zuvor Weltmeistercoach Gordon Herbert beerbt hatte. Herbert durfte nach den Olympischen Spielen in Paris parallel einen französischen EuroLeague-Klub trainieren, was damals zu erheblichen Diskussionen führte. Nun scheint sich die Situation zu wiederholen, doch der DBB signalisiert, dass ein erneutes Veto unwahrscheinlich ist.
Die Dynamik ist komplex. Mumbrú hat zwar erst im April 2024 seinen Posten als Klub-Trainer bei Valencia Basket verlassen, doch die Erfolge mit der Nationalmannschaft sprechen für sich. Die Frage ist, ob er die Doppelbelastung bewältigen kann und ob der DBB bereit ist, das Risiko einzugehen. Die Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaft 2027 stehen an, und ein schwankender Bundestrainer wäre für den deutschen Basketball ein schwerer Schlag.
Die Marca berichtet, dass der DBB diesmal wohl grünes Licht geben wird, was auf eine mögliche Einigung hindeutet. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und ob Mumbrú tatsächlich zwei so anspruchsvolle Aufgaben gleichzeitig übernehmen wird. Eine Entscheidung dürfte in den kommenden Tagen fallen.
