Müller, klopp & völler: tv-knistern um die zukunft des rekordnationalspielers?
Die Vorfreude auf den WM-Auftakt gegen Curaçao war kaum spürbar, als Rudi Völler, Jürgen Klopp und Thomas Müller am Sonntag bei MagentaTV eine Diskussion entbrannten, die mehr als nur Fußballthemen berührte. Ein scheinbar harmloser Kommentar Klopps über die DFB-Aufstellung entfachte eine Debatte über die Zukunft des deutschen Rekordnationalspielers – und offenbar auch ein wenig prickelnde Chemie zwischen den Beteiligten.

Klopps „noch“ setzt müller vor eine zerreißprobe
Schon beim WM-Eröffnungsspiel hatte Jürgen Klopp mit einem verschmitzten „Noch“ für Aufsehen gesorgt, als er über die Aufstellung von Julian Nagelsmann sprach. Diese kleine Bemerkung, wiederholt mit einem Grinsen, schien die Bühne für eine hitzige Diskussion über die Karriere von Thomas Müller zu bereiten. Der Bayern-Legionär, der derzeit in der MLS bei den Vancouver Whitecaps spielt, steht vor einer Weggabelung: Trainer? Manager? Oder etwas ganz anderes?
Rudi Völler ließ seiner Meinung freien Lauf: „Jürgen kann ihm auch einen Tipp geben. Und das meine ich hier ernst – bei euch ist ernst ja ein bisschen schwieriger, ihr seid ja mehr für die Komik zuständig.“ Er schlug vor, Müller solle einen kleinen Trainerschein machen, um sein Verständnis für das Spiel zu vertiefen. „Wir haben ja alle das Gefühl, wir wissen alles“, so Völler, der Klopp als „wunderbares Beispiel“ für eine erfolgreiche Karriere hervorhob.
Klopp nahm die These auf und schlug vor, sich nach dem Gewinn des MLS-Cups durch Müller im Jahr 2029 noch einmal zu beraten: „Dann sagen wir dem Thomas, was er machen soll. Ich hab’ das Gefühl, er ist ein guter Zuhörer, aber er redet auch gerne.“ Die Situation eskalierte, als Völler andeutete, dass sie sich bald zusammensetzen und „mal was Grundsätzliches besprechen“ könnten – eine Aussage, die für Gesprächsstoff sorgte.
Müller blieb diplomatisch und betonte, er setze sich „immer gerne“ mit seinen Gesprächspartnern zusammen. Doch Klopp konnte sich nicht zurückhalten und warf Völler den Seitenhieb der „Komik zuständig“ zurück. Müllers trockene Antwort: „Man hört das, was man hören will. Und er ist natürlich auch dafür zuständig, das Gebilde zu beschützen.“
Die Frage, die im Raum steht: Wird Thomas Müller tatsächlich eine Trainerkarriere in Betracht ziehen, oder entscheidet er sich für einen anderen Weg? Und wie wird sich die Dynamik zwischen Klopp und Völler in Zukunft entwickeln? Die TV-Schalte hat zumindest gezeigt, dass die Fußballwelt noch lange nicht alles über die Zukunft des deutschen Fußball-Idols weiß.
