Müller: bayern-rückkehr? „muss mich erst mal reflektieren“
Thomas Müller hat die Spekulationen um eine mögliche Führungsrolle beim FC Bayern jenseits seiner aktiven Karriere deutlich dämpfen müssen. Der erfahrene Angreifer, aktuell bei den Vancouver Whitecaps in der MLS aktiv, betonte, dass er sich dessen bewusst ist, dass ein solches Engagement eine umfassende Vorbereitung und einschneidende Erfahrung erfordert. Eine baldige Relevanz schließt er jedoch nicht kategorisch aus – vorausgesetzt, er fühlt sich der Aufgabe dann gewachsen.
Selbstreflexion und zukunftsfragen stehen im vordergrund
„Wie Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge schon sagten, muss man sich darauf intensiv vorbereiten, diverse Erfahrungen sammeln und dann abliefern“, erklärte Müller bei Bild. Der Rekordspieler befindet sich aktuell in einer Phase der Selbstreflexion, in der er seine eigenen Fähigkeiten und Ziele hinterfragt. „Was das Berufliche betrifft, will ich mich selbst reflektieren, um zu ergründen: Fehlt mir etwas? Was fehlt mir genau? Wo sehe ich mich in fünf Jahren? Will ich im Fußballgeschäft bleiben? Will ich mal ins Trainergeschäft reinschnuppern?“ Die Antworten auf diese Fragen sollen ihm bei seiner zukünftigen Entscheidung helfen.
Müller distanzierte sich zudem von der Vorstellung, eine Führungsposition beim FC Bayern könne man „im Vorbeigehen“ oder durch oberflächliche Kurse erlangen. Karl-Heinz Rummenigges Aussage, dass der Job 24/7 Arbeit erfordere, traf den Nagel auf den Kopf. „Jeder, der glaubt, man kann das so nebenbei machen, mal zwischendurch ein paar Interviews geben und praktisch nur durch Kommunikation die Dinge bewältigen, der liegt völlig falsch“, so Rummenigge – ein Urteil, mit dem Müller nun offenbar übereinstimmt.

Englischkenntnisse als türöffner?
Ein interessantes Detail war Müllers Bemerkung zu seinen verbesserten Englischkenntnissen. „Das hilft vielleicht auch für später – beispielsweise, wenn du mal einem Klub aus der Premier League einen Spieler abluchsen möchtest (lacht).“ Die Ironie dabei: Aktuell steht seine eigene Zukunft im Raum. Sein Vertrag bei den Whitecaps läuft aus, eine Verlängerung ist jedoch denkbar, sollte er weiterhin so performen wie zuletzt.
Allerdings gibt es ein großes Fragezeichen: Der Eigentümerwechsel und ein möglicher Umzug der Whitecaps werfen einen Schatten auf die weitere Planung. Und auch der Zustand seines Körpers Ende des Jahres spielt eine entscheidende Rolle. Ob Müller also bald in eine Führungsrolle beim FC Bayern zurückkehrt, bleibt vorerst ungewiss. Sein Fokus liegt momentan auf der MLS – und der Frage, was die Zukunft für ihn bereithält.
