Mourinho-poker: bleibt er benfica-trainer oder kehrt er nach madrid zurück?
Lissabon fiebert, Madrid bangt – und José Mourinho schweigt. Der portugiesische Rekordmeister Benfica Lissabon kämpft mit aller Macht darum, ihren Erfolgstrainer über die Saison hinaus zu halten, während Real Madrid ihn nach einer turbulenten Spielzeit zurücklocken möchte. Die Entscheidung liegt, wie so oft, einzig und allein beim Maestro selbst.

Costa: „josé mourinho ist unser trainer – solange das gegenteil bewiesen ist“
Präsident Rui Costa ließ kürzlich gegenüber „RTP Notícias“ keine Zweifel daran, dass Benfica Mou halten will. „José Mourinho ist der Trainer von Benfica – solange nicht das Gegenteil bewiesen ist“, erklärte er. Doch er fügte hinzu, dass die Entscheidung letztendlich bei Mourinho liege, ob er das ihm vorgelegte Vertragsverlängerungsangebot annehmen werde. Ein Angebot, das offenbar substanziell ist, um den Verlockungen aus Madrid entgegenzuwirken.
Die Uhr tickt: Mourinho hat lediglich zehn Tage Zeit, um aus seinem aktuellen Vertrag auszusteigen, der noch bis 2027 läuft. In diesem Fall müsste Benfica eine Ablösesumme von rund drei Millionen Euro an Mourinho zahlen. Eine Summe, die angesichts seiner Reputation und seines Könnens durchaus gerechtfertigt erscheint.
Doch was Mourinho wirklich will, bleibt im Dunkeln. Nach dem Saisonabschluss, in dem Benfica den dritten Platz belegte, gab er zwar zu, ein „hervorragendes Angebot“ von Benfica erhalten zu haben. Gleichzeitig bestätigte er Gespräche mit seinem Berater Jorge Mendes über eine mögliche Rückkehr zu Real Madrid.
Aber: „Ich habe weder mit Florentino Pérez, noch mit irgendjemandem aus der Vereinsführung gesprochen“, betonte Mourinho. „Aber ich bin nicht dumm. zwischen dem Verein und Jorge bestehen Kontakte.“ Diese Kontakte sollen sich in den kommenden Tagen intensivieren. Es geht dem Portugiesen also offenbar nicht primär um die finanzielle Komponente, sondern vielmehr um die Erwartungen, die an ihn in Madrid gestellt werden.
Benfica schaut sich derweil um. Marco Silva vom FC Fulham wird als Top-Kandidat gehandelt, doch Costa wies diese Gerüchte entschieden zurück. „Habe ich über Marco Silva oder andere nachgedacht, falls Mourinho geht? Offensichtlich nicht!“, sagte er mit Nachdruck.
Die nächsten Tage werden entscheidend sein. Mourinho spielt ein Pokerface, während Benfica und Real Madrid im Hintergrund um ihn buhlen. Wer am Ende die Nase vorn hat, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Diese Trainerentscheidung wird die portugiesische und spanische Fußballszene nachhaltig beeinflussen.
