Luna ehrt sportlegende: tribut an juan josé castillo
Ein Leben für den Sportjournalismus, eine Heimat voller Erinnerungen: Die Gemeinde Luna in Zaragoza hat am vergangenen Samstag ihrem größten Sohn, dem legendären Sportreporter Juan José Castillo (1921-2001), ein bewegendes Denkmal gesetzt. Lokale Autoritäten, zahlreiche Familienangehörige, ehemalige Kollegen und stolze Nachbarn versammelten sich, um das Andenken eines Mannes zu ehren, der die Sportberichterstattung von den 1960er Jahren bis in die 1980er Jahre grundlegend prägte – stets verbunden mit seinen aragonésischen Wurzeln.
Ein vermächtnis, das in den mauern lebt
Die Erinnerung an Castillo ist untrennbar mit der Familie verbunden, insbesondere mit dem Haus seines Vaters, wo einst die Steuer- und Postbehörde residierte. Hier wurde Juan José geboren, hier wuchs er auf. Ein Besuch dieses historischen Ortes bildete den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen in der Casa de Cultura. Seine Nichte, Marisa Castillo, und Tomás Samper beleuchteten unter Moderation von Jesús Catalán das Leben und die tiefe Verbundenheit des Reporters mit seiner Heimatstadt, seinen Besuchen bei Festen und traditionellen Versammlungen sowie seine tiefe Verehrung für die Virgen de Monlora. Es war mehr als nur eine Rückschau; es war eine Feier der Identität.
Doch es waren nicht nur private Erinnerungen, die den Nachmittag prägten. Prominente Journalisten und ehemalige Kollegen wie Tomás Guasch, Manuel Tarín (Mundo Deportivo), José María Casanovas (Sport) und Alfredo Relaño (Diario AS), moderiert von Arturo Sisó, würdigten Castillos beeindruckende Karriere. Die Geschichte eines Mannes, der mit 16 Jahren im “Amanecer de Zaragoza” begann und sich zu einer Ikone des Sports entwickelte. Die Anekdoten, die erzählt wurden, zeugten von einer unbändigen Leidenschaft und einem unerschütterlichen Berufsethos, das ihm den Beinamen “Periodista de raza” – Journalist mit Herz und Seele – einbrachte.
Videos von Sportlegenden wie Manuel Orantes, José Ángel Iribar und José María García zeigten Castillo in seinen glanzvollsten Momenten, als er mit seiner Stimme und seinem feinen Gespür für den Sport die Zuschauer begeisterte. Besonders das legendäre “entró, entró!” bei Tennismatchberichterstattungen hallte noch lange im Raum nach.

Ein denkmal für eine legende
Bürgermeister Miguel Casajús kündigte an, dass die Gemeinde Luna als bleibende Würdigung Castillos einen Sportplatz nach ihm benannt hat. Der Entschluss, den Sportplatz in “Espacio Polideportivo J.J. Castillo” umzubenennen, entstand nach der Veröffentlichung eines ausführlichen Porträts in Heraldo de Aragon, das Arturo Sisó verfasst hatte. “Wir werden sicherstellen, dass diese Anlagen in bestem Zustand erhalten bleiben, in dem Wissen, dass sie den Namen eines unserer größten Söhne tragen”, betonte Casajús.
Gemeinsam mit María José Castillo enthüllte der Bürgermeister das Denkmal, ein Ort, der nun eine Vielzahl von Sportarten beherbergt: Schwimmen, Basketball, Futsal, Frontón, Tischtennis, Padel, Petanca und natürlich Tennis – die Sportart, für die Castillo so leidenschaftlich war. Es sind nur einige der 32 Disziplinen, die er in seinen 62 Jahren als Journalist abdeckte, und die seine Heimatstadt nun in seinem Namen fortführt. Ein Vermächtnis, das weit über die Grenzen Lunas hinausreicht und die Bedeutung einer authentischen Sportberichterstattung in Erinnerung ruft.
