Mourinho sendet klare botschaften an florentino pérez vor benfica-spiel

Mourinho spricht offen über vergangenheit und zukunft

Im Vorfeld des Duells zwischen Benfica und Real Madrid im Estadio da Luz hat sich José Mourinho nicht nur über Fußball unterhalten. Der portugiesische Trainer blickte auch zurück und sandte drei deutliche Botschaften an Florentino Pérez, den Präsidenten von Real Madrid. Diese waren sorgfältig formuliert und zeigten Mourinhos typische Art, Dinge anzusprechen.

Die direkte ansage: „man kann madrid und florentino absagen“

Die direkte ansage: „man kann madrid und florentino absagen“

Die wohl direkteste Aussage Mourinhos am Ende der Pressekonferenz lautete: „Man kann Madrid und Florentino Absagen. Klar.“ Diese Aussage lässt Raum für Interpretationen. Einerseits ist es eine persönliche Bestätigung, dass er selbst die Entscheidung getroffen hat, den Verein zu verlassen. Andererseits unterstreicht er elegant, dass sein Weggang eine bewusste Entscheidung war, ohne Groll oder offene Wunden. Er genießt es, geschätzt zu werden – auf seine Art und Weise.

Erinnerungen an die zeit in madrid: „mit reinem gewissen gegangen“

Mourinho betonte, dass er zu den wenigen Trainern gehört, die Real Madrid nicht entlassen verlassen haben. „Ich bin mit reinem Gewissen gegangen“, sagte er. Er erinnerte sich auch an die Worte von Pérez und José Ángel, als er nach drei Jahren, in denen er nicht über das Halbfinale der Champions League hinausgekommen war, den Verein verließ: „Jetzt kommt das Leichte, das Schwierige ist schon getan.“

Intensive und „gewalttätige“ jahre – aber mit positiven folgen

Die Jahre in Madrid waren intensiv, „schwierig und gewalttätig“, doch Mourinho sieht sie als Teil eines Prozesses, der später Früchte trug. Er betonte, dass er sich keinen Anteil an den späteren Erfolgen des Vereins zuschreibt, freute sich aber dennoch darüber. „Ich fühle mich nicht als Teil davon; der Verdienst gebührt denen, die da waren.“ Die Decima, der zehnte Champions-League-Titel, wurde ein Jahr nach seinem Weggang gewonnen.

Persönlicher austausch mit florentino pérez

Mourinho enthüllte, dass er das letzte Mal mit Florentino Pérez sprach, als er bei Benfica unterschrieb. Der Präsident habe sich über seine Entscheidung gefreut. Er hoffe, Pérez in Da Luz zu treffen und ihn begrüßen zu können. „Er sagte, er sei sehr glücklich, dass ich bei einem großartigen Verein unterschrieben habe. Er kam beim letzten Spiel nicht, ich hoffe, er ist morgen hier und wir können miteinander sprechen. Ich habe eine große Freundschaft zu ihm.“

Mourinho: keine spekulationen über eine rückkehr

„Ich möchte keine Geschichten befeuern, die nicht existieren“, sagte Mourinho auf die Frage nach einer möglichen Rückkehr zu Real Madrid. Er konzentriert sich auf seine aktuelle Aufgabe bei Benfica und scheint keine Eile zu haben, in die Vergangenheit zurückzublicken. Der Fokus liegt klar auf der Gegenwart und der Zukunft.