Motogp mugello 2026: ferronato enthüllt die geheimnisse der bremsen!

Der Mugello, ein Tempel des Motorradrennsports, fordert Fahrer und Maschinen gleichermaßen heraus. Gazzetta Motori-Experte Giusto Ferronato hat die Details der siebten Runde der MotoGP-Weltmeisterschaft 2026 unter die Lupe genommen und dabei besonders auf die Belastungen für die Bremsanlagen eingegangen. Ein Blick auf die Tabelle vor dem Rennen zeigt Bezzecchi an der Spitze, gefolgt von Martin und Di Giannantonio – ein italienisches Duell am Horizont?

Die 19 tausendstel, die geschichte schrieben

Vor zehn Jahren, im selben Autodromo, lieferten sich Jorge Lorenzo und Marc Marquez ein Duell auf Messers Schneide, entschieden durch gerade einmal 19 Tausendstel. Ein Rennen, das nicht nur die Fähigkeiten der Fahrer, sondern auch die Zuverlässigkeit der Bremssysteme demonstrierte. Brembo, damals wie heute, war integraler Bestandteil dieses Spektakels. Das Jahr 2016 markierte den Beginn einer Ära, in der alle Teams auf Brembo-Bremsen setzten, was die Entwicklung und Standardisierung dieser kritischen Komponenten vorantrieb. Es gab leichte und schwere Bremsen, je nach Belagwahl, und Scheibendurchmesser von 320 und 340 mm.

Die erste Kurve – ein Hexenkessel für die Bremsen

Ferronato verdeutlicht, dass die erste Kurve des Mugello-Kurses die größte Belastung für die Bremsen darstellt. Von 337 km/h müssen die MotoGP-Maschinen in nur 5,4 Sekunden auf 94 km/h abgebremst werden – eine Distanz von 291 Metern bei einer Verzögerung von 1,5 g. Der Bremsdruck erreicht dabei unglaubliche 11,8 bar, während die Temperatur der Carbon-Scheiben auf bis zu 740°C ansteigt. Diese Zahlen sprechen Bände über die extremen Kräfte, denen die Bremsen hier ausgesetzt sind.

Eine herausforderung für die profis

Eine herausforderung für die profis

Trotz dieser beeindruckenden Zahlen gehört der Mugello zu den mittelmäßig anspruchsvollen Strecken für die Bremsen. Mit einem Index von 3 auf einer Skala von 1 bis 6, werden die Bremsen zwar nur 31 Sekunden lang pro Runde eingesetzt, aber ganze 10 Mal pro Runde betätigt. Lediglich zwei der 10 Bremsvorgänge sind als