Moses moody bricht im sieg ein – warriors bangen um 39-millionen-mann

Ein Sieg, der wehtut. Die Golden State Warriors kehren mit 137:131 nach Overtime aus Dallaszurück, doch die Kabine ist mucksmäuschenstill. Moses Moody, erst 23, liegt im MRI-Röhrchen, während seine Kollegen die Flughöhe von 41 Siegen kaum noch feiern wollen. 4,2 Sekunden vor Ende der Verlängerung – Spielball Warriors, Fastbreak, scheinbares Dunk – knickt Moody ohne Gegnerkontakt das linke Knie weg. Die American Airlines Arena verstummt wie nach einem Schlag in die Magengrube.

Die sekunde, die alles verändert

Steve Kerr schluckt sichtbar. „Es sah schlimm aus, schlimmer als alles, was ich diese Saison gesehen hab“, sagt er und zieht die Kappe tiefer. Die ersten Röntgenbilder sind fertig, Diagnose: offen. Die Angst der Warriors lautet Kreuzband, Meniskus, Saisonende – oder alles zusammen. Moody, der in der Nacht zuvor noch 23 Punkte und drei Steals gegen Cooper Flagg ablieferte, wird mit Trage und Nackenkrause aus der Halle geschoben. Sein Vertrag: 39 Millionen Dollar über drei Jahre, gerade erst unterschrieben. Die nächste Gehaltsrate fällt im Juli, egal ob er joggt oder auf Krücken steht.

Die Verletzungsliste der Warriors liest sich wie ein Lehrbuch für Sporttraumatologie. Jimmy Butler fällt seit dem 19. Januar mit gerissenem Kreuzband aus, Stephen Curry lahmt seit Wochen mit chronischer Reizung am rechten Knie. Nun Moody, der in 49 von 60 Spielen startete und 11,9 Punkte im Schnitt trägt. Die Saison war seine Bewährungsprobe, jetzt droht ihm der nächste Zwangspause-Marathon – nach Handgelenk, nach Hoffnung, nach allem.

Die stimmung im flur: beten statt jubeln

Die stimmung im flur: beten statt jubeln

In der Mixed-Zone flüstern Equipment-Manager: „Wenn das ACL ist, ist er bis Oktober weg.“ Die Physiotherapeuten schütteln nur den Kopf. Die Spieler schieben sich die Schuld zu: Wieso lief noch ein Fastbreak, warum nicht einfach die Uhr runterspielen? Kevon Looney bricht das Schweigen: „Wir haben die Playoffs im Blick, aber Mo ist unser junges Bein, unser Zukunftspfeiler. Ohne ihn wird die Route härter.“ Die Route – gemeint ist die Jagd auf Platz sechs, um Curry und Butler nicht in die Play-In-Hölle zu schicken.

Die Liga schaut weg. Die Offiziellen bestätigen nur: „Weiter evaluations tomorrow.“ Die Fans im Netz diskutieren bereits Trade-Optionen. Doch in der Nacht von Dallas bleibt nur ein Bild: Moody, der sich die Augen zuhält, während ihn sechs Helfer in den Krankenwagen heben. 137:131 – ein Ergebnis, das keiner feiern will. Die Warriors fliegen nach Hause, doch die Kabine ist leerer als je zuvor.