Moser: enkelin-chaos und harte worte für sohn ignazio!

Francesco Moser, die italienische Legende des Radsports, hat in einem aktuellen Interview Einblicke in sein Familienleben gewährt – und dabei für einige überraschende Aussagen gesorgt. Der 273-malige Etappen- und Rundrennensieger spricht offen über seine Rolle als Großvater, seine Beziehung zu seiner Schwiegertochter Cecilia Rodriguez und die berufliche Abkehr seines Sohnes Ignazio vom Radsport.

Der name, der immer wieder fehlt

Das größte Problem scheint dabei die kleine Clara Isabel zu sein, die Tochter von Ignazio und Cecilia. Moser kämpft sichtlich damit, sich an den Namen seiner Enkelin zu erinnern. „Sie hat zwei Namen, ich glaube. Mal erinnere ich mich an den einen, mal an den anderen“, scherzt er im Gespräch mit dem Magazin Oggi. Ein charmantes Detail, das aber auch die Distanz zwischen ihm und der jungen Familie unterstreicht.

Doch hinter der humorvollen Fassade verbirgt sich offenbar eine gewisse Frustration. Moser lässt durchblicken, dass er die Disziplin und den Ehrgeiz vermisst, die seinen Sohn einst ausgezeichnet haben. „Ich habe ihm gesagt: ‚Entweder du machst es überzeugt, oder es ist besser, aufzuhören‘“, erinnert er sich an seine Worte an Ignazio.

Reality-tv als wendepunkt

Reality-tv als wendepunkt

Der Wendepunkt in Ignazios Karriere sei laut Moser der Schritt in die Welt des Reality-TV gewesen. „Er ist bis 23 oder 24 Jahre alt Rennen gefahren, war sogar in einem wichtigen Schweizer Team. Dann ist er in die Große Bruderschaft gegangen, und da hat sich sein Leben verändert“, erklärt der ehemalige Radprofi. Ein plötzlicher und unerwarteter Umschwung, der Ignazio von der professionellen Radsportkarriere weggeführt hat.

Auch die Beziehung zur Familie Rodriguez wird angesprochen. Moser erinnert sich daran, wie Cecilia und Ignazio, gemeinsam mit dem Sohn von Belén Rodriguez, Santiago, oft zu Besuch waren. „Sie waren oft hier, auch mit dem Kind von Belén. Sein Großvater, nicht ich, hat ihm mal ein kleines Fahrrad ohne Bremsen geschenkt. Ich war gerade mit dem Rennrad unterwegs, und dann ist er umgefallen. Kinderspiele…“, erzählt Moser mit einem Augenzwinkern.

Ein großvater mit klaren vorstellungen

Ein großvater mit klaren vorstellungen

Doch nicht nur humorvolle Anekdoten gibt es. Moser betont auch, dass er bei der Erziehung klare Vorstellungen hat. „Ich bin kein weicher Großvater, der alles mit sich machen lässt. Ich will, dass sie machen, was ich sage“, sagt er deutlich. Ein Spiegelbild seines eigenen strengen Charakters und seiner Einstellung zum Leben.

Die Vergangenheit zeigt, dass die Beziehung zwischen Francesco Moser und seinem Sohn Ignazio von Spannungen geprägt ist. Moser bedauert, dass Ignazio nicht die landwirtschaftliche Ausbildung abgeschlossen hat, die er ihm empfohlen hatte, und dass er sich dem Familienbetrieb nicht angeschlossen hat. „Ich habe ihm immer gesagt, dass er auf dem Hof nützlich wäre. Aber die Kinder muss man frei lassen“, gibt er zu.

Ignazio selbst hat in der Vergangenheit von einer „gestohlenen Kindheit“ gesprochen, was die komplizierte Dynamik zwischen Vater und Sohn noch weiter verdeutlicht. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Beziehung zwischen den beiden in Zukunft wieder verbessern wird.