Montella wehrt sich: türkei-coach trotzt medienorkan nach wm-aus

Ein Schock für die türkische Fußballnation: Nach nur zwei Spielen ist die Türkei bei der WM 2026 ausgeschieden. Doch statt zurückzutreten, präsentiert sich Teamchef Vincenzo Montella als Kämpfer – und schießt gegen die türkischen Medien.

Die bittere wahrheit des vorrunden-k.o.

Die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Premiere seit 2002 waren groß, doch die Realität sieht bitter aus. Für die Türkei ist die WM-Saga bereits vorbei, bevor sie richtig begonnen hat. Das Aus gegen die USA in der Nacht zu Freitag, auch wenn das letzte Gruppenspiel noch ansteht, ist besiegelt. Ein herber Schlag für ein Land, das Fußball über alles liebt.

Montellas trotz: „ich gehe nicht!“

Montellas trotz: „ich gehe nicht!“

Die Frage, ob er angesichts des frühzeitigen Ausscheidens seinen Rücktritt in Erwägung zieht, beantwortete Montella auf der Pressekonferenz mit einem deutlichen „Nein“. „Ich habe noch Energie und Leidenschaft. Wenn jemand will, dass ich zurücktrete, dann müssen sie akzeptieren, dass ich es nicht tun werde!“, polterte der Italiener, der im September 2023 das Ruder übernahm.

Was niemand so recht sehen will: Montella verweist auf seine Erfolge. Er führte die Türkei nicht nur zur EM 2024, sondern sicherte auch das erste WM-Ticket seit 24 Jahren – ein 1:0-Sieg im Playoff-Finale gegen den Kosovo. Ibrahim Haciosmanoglu, Präsident des türkischen Fußballverbands, stärkte ihm ebenfalls den Rücken: „Wir stehen hinter dem Trainer und den Spielern. Man kann nicht einfach 15 Spieler abgeben und 15 neue holen.“

Medien unter beschuss: „persönliche attacken sind nicht akzeptabel!“

Medien unter beschuss: „persönliche attacken sind nicht akzeptabel!“

Doch Montella ließ es nicht bei der Verteidigung seiner Arbeit bewenden. Er wetterte gegen die türkischen Medien, die ihm und dem Team nach dem Ausscheiden heftig kritisierten. „Es gab persönliche Attacken, die ich nicht akzeptieren kann. Ihr solltet nicht alles zerstören, alles wegwerfen“, prangerte er an. Die Medien, die so schnell urteilen, vergessen dabei, dass der Weg zum WM-Ticket alles andere als einfach war.

Die Türkei will sich gegen die formstarken USA erhobenen Hauptes aus dem Turnier verabschieden. Danach richtet sich der Blick auf die EM 2028 in Großbritannien und Irland – mit Vincenzo Montella an der Seitenlinie? Die Antwort wird die Zukunft zeigen, aber Montellas Entschlossenheit ist unverkennbar.