Monster-energy-girls nach feuer-explosion im cockpit: beine in flammen, retterin mit verbrannten händen

San Diego – Die Vorbereitung auf das San Felipe 250 endete für Janey Lee und Kylie Marie Walton im Feuerinferno. Eine Tankzelle detonierte, der Truck wurde zur Falle, Lee stand lichterloh in ihren eigenen Handschuhen. Dass beide überleben, verdanken sie einem Sekundenbruchteil: Walton riss trotz lodernder Hitze den Gurt auf und zerrte ihre Freundung aus der Flammenwand. Dabei verbrannte sich die 29-Jährige die Handflächen bis auf die Knochen.

„Das linke bein ist am schlimmsten“

Erics Handyvideo wirkt wie ein Kriegsbericht. „Dienstag, 11 Uhr“, sagt er und schluckt. „Janey saß noch, als das Feuer unter ihr losbrach. Der Sicherheitsgurt klemmte. Kylie musste hineingreifen, während das ganze Cockpit brannte.“ Die Monster-Energy-Girls, sonst bekannt aus UFC-Zirkeln und Supercross-Podiums, liegen jetzt in der Brandklinik UC San Diego Health. Lee erlitt drittgradige Verbrennungen an beiden Beinen, das linke wird mehrere Hauttransplantationen brauchen. Walton wartet auf eine Hand-OP, damit die geschmolzene Haut nicht die Sehnen vernarbt.

Dennoch: Im Krankenzimmer lächeln sie. Das Foto, das Eric postete, zeigt zwei Frauen mit dick bandagierten Gliedmaßen, die trotz Schmerzdroge Fentanyl die Daumen heben. „Tough“ ist hier kein Klischee, sondern Diagnose.

Hubschrauber statt starauftritt

Hubschrauber statt starauftritt

Statt des 400-Kilometer-Rennens über Baja-Californias Wüste folgte ein Helikopterflug über die Grenze. Die Offroad-Community schaltete binnen Minuten Spenden-Streams, der Veranstalter SCORE nahm die beiden trotz Ausfall offiziell ins Starterfeld 2026 auf – symbolisch, damit ihre Startnummern nicht verfallen. Eric bedankt sich bei der Besatzung der Bell 407, „weil sie tief flog und Sauerstoff gab, wo sonst Sandstaub die Lunge füllt“.

Die Explosionsursache untersucht die kalifornische Rennsicherheitsbehörde. Erste Protokolle deuten auf einen undichten Schnellkupplungsfilter an der Benzinpumpe hin. Die Folge: Unterdruck, Dampfblase, Zündquelle – eine Millisekunde reichte.

Für Lee und Walton beginnt jetzt ein anderes Rennen. Physio morgens, Antibiotikum alle vier Stunden, Druckanzug statt Race-Suit. Der Saisonstart 2026 steht, so Eric, „unter dem Vorbehalt der Haut“. Wer einmal in Flammen stand, weiß, dass dichter Nebelstoff schneller brennt als 200 PS. Aber wer einmal jemanden aus dem Feuer zog, weiß auch: Die nächste Flagge kann trotzdem fallen.