Großkreutz legt nach: „ich will, dass wolfsburg runtergeht“

Kevin Großkreutz hat den VfL Wolfsburg mit dem Finger auf die Abstiegsgrube gezeigt – und lacht dabei. Der BVB-Weltmeister hofft offen auf den Liga-Absturz der Niedersachsen, während der Klub mit 21 Punkten nach 27 Spieltagen auf dem direkten Abstiegsplatz feststeckt.

Hecking kam zu spät, sagt großkreutz

Hecking kam zu spät, sagt großkreutz

Dieter Hecking ist für den 35-jährigen Ex-Profi kein Retter, sondern ein Feuerwehrmann ohne Wasser. „Super Trainer, aber er kommt zu spät“, kontert Großkreutz in seiner Podcast-Sendung „Viertelstunde Fußball“. Die Wahrheit hinter dem Scherz: Der Weltmeister von 2014 mag die Wolfsberger Kulisse, aber die Liga würde er trotzdem gern ohne sie sehen.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Kein Sieg in der Rückrunde, nur ein Remis in Hoffenheim und die 0:1-Pleite gegen Werder Bremen ließen den Rückstand auf den Relegationsplatz auf drei Punkte anschwellen. Fünf Zähler trennen den VfL noch vom rettenden Ufer, doch die Uhr tickt – nur sieben Spieltage bleiben.

Großkreutz’ Schadenfreude trifft einen Verein, der seit Wochen in der eigenen Hälfte dribbelt. Die Wölfe wirken wie ein Team, das sich selbst nicht mehr glaubt, und das mitten in einem Stadion, das laut Großkreutz „immer voll“ ist. Die Fans singen, aber die Punkte bleiben aus – ein Spaltungsprozess zwischen Tribüne und Rasen.

Wolfsburg steht am Scheideweg. Entweder sie finden in den letzten 630 Minuten der Saison wieder Tore und Selbstvertrauen – oder sie landen dort, wo Großkreutz sie haben will: in der 2. Bundesliga. Die Meinung eines einzelnen Ex-Spielers zählt nicht in der Tabelle, aber sie verrät viel über das Ansehen, das der VfL derzeit genießt.