Moderne verteidiger: hubner kritisiert aktuelle abwehrarbeit scharf!

Die Diskussion über den modernen Fußball brodelt weiter, und der ehemalige Profi Dario Hubner hat nun mit deutlichen Worten seine Unzufriedenheit über die Defensivleistungen heutiger Spieler ausgedrückt. In einem Podcast-Gespräch ließ er verlauten, dass die heutigen Abwehrspieler schlichtweg nicht mehr verteidigen können – ein Vergleich, der für Aufsehen gesorgt hat.

Die ära der „foul-könige“ ist vorbei

Die ära der „foul-könige“ ist vorbei

Hubner erinnert sich an eine Zeit, in der Verteidiger wie Nesta, Cannavaro, Samuel und Montero das Spielfeld beherrschten. Er beklagt, dass diese Spieler heute in der heutigen Liga große Schwierigkeiten hätten. „Heute hat der Verteidiger keine Möglichkeit zu verteidigen“, so Hubner im Gespräch. Die heutigen Regeln, so seine Ansicht, verhindern eine effektive Abwehrarbeit. Ein besonderes Beispiel nannte er Walter Samuel: „Samuel war einer, der dich, wenn du ihn nicht berührtest, nicht richtig markieren konnte. Er hat dich am Trikot gezogen, dich berührt, dich gefasst. Heute wäre das bei jeder Aktion ein Elfmeter.“

Die aktuelle Spielweise, geprägt von einer übertriebenen Schutzfunktion der Schiedsrichter, führe dazu, dass Verteidiger kaum noch eingreifen dürften. „Manchmal haben wir es mit den Verteidigern, aber es ist auch wahr, dass diese Regeln – die für mich absurd sind – dazu führen, dass der Fußball zu einem Spiel geworden ist, in dem man keinen Foul begehen kann, sonst wird man verwarnt, man kann nicht auf den Stürmer losgehen, weil schon bei einer Berührung ein Elfmeter gepfiffen wird.“

Hubner kritisiert die Entwicklung, dass ein „schönes Foul“ – also ein Foul, bei dem der Gegenspieler zwar zu Fall kommt, aber ohne Verletzungsgefahr – heutzutage kaum noch möglich ist. „Früher musste man sich nach einem Foul wieder aufrappeln und weitergehen.“ Ein regelrechter Generationenkonflikt zwischen der rauen Defensive vergangener Zeiten und den heutigen, von Regeln und Schutzmaßnahmen geprägten Gegebenheiten scheint entstanden zu sein.

Die Aussagen von Dario Hubner werfen ein Schlaglicht auf die Debatte über die Entwicklung des Fußballs und die Frage, ob die aktuellen Regeln das Spiel zugunsten der Offensive zu sehr einschränken. Ob sich die Verantwortlichen des DFB oder die FIFA angesichts dieser Kritik noch einmal mit der Auslegung der Fouls beschäftigen werden, bleibt abzuwarten.