Italienische tennisstars straucheln in london: cobolli und darderi verfehlen den durchbruch
Ein bitterer Tag für das italienische Tennis im Vorfeld von Wimbledon: Sowohl Flavio Cobolli als auch Luciano Darderi mussten im Giorgio Armani Tennis Classic am Hurlingham Club in London die Segel streichen. Die Hoffnungen auf einen erfolgreichen Auftakt vor dem prestigeträchtigen Grand-Slam-Turnier zerschlugen sich in zwei dramatischen Einzelbegegnungen.
Cobolli kämpft, verliert aber knapp gegen etcheverry
Das Duell zwischen Flavio Cobolli und Tomas Martin Etcheverry entwickelte sich zu einem hochklassigen Schlagabtausch, der trotz des Exhibition-Charakters an die Intensität eines regulären Turniers erinnerte. Cobolli zeigte vor allem im zweiten Satz eine beeindruckende Leistung, ließ aber im entscheidenden Tiebreak zwei Matchbälle liegen. Das Endergebnis: 6-4, 4-6, 12-10 für den Argentinier. Besonders im ersten Satz tat sich Cobolli schwer mit Etcheverrys aggressivem Spiel und dessen präzisen Schlägen, insbesondere mit dem Vorhand. Im zweiten Satz gelang es ihm dann, das Spiel zu kontrollieren, doch der Tiebreak entschied letztendlich zugunsten von Etcheverry.
Die Leistung von Cobolli ist dennoch bemerkenswert, besonders angesichts der anstehenden Herausforderung in Wimbledon, wo er das Viertelfinale des Vorjahres verteidigen muss. Er bewies, dass er trotz der Niederlage zu einem ernsthaften Gegner gehört.

Darderi gegen tsitsipas: griechischer champion zu stark
Auch Luciano Darderi konnte im Anschluss nicht mithalten. Stefanos Tsitsipas, der selbst kein ausgesprochener Rasenplatz-Spezialist ist, präsentierte sich in Topform und ließ Darderi wenig Raum zur Entfaltung. Nach einem gewonnenen ersten Satz im Tiebreak, setzte sich Tsitsipas im zweiten Satz durch und entschied auch den entscheidenden Tiebreak mit 10-8 für sich. Darderi, der bereits gestern gegen Learner Tien eine Niederlage einstecken musste, wirkte angeschlagen und konnte nicht an seine bisherigen Leistungen anknüpfen.
Die Niederlage ist ein herber Rückschlag für Darderi, der als Nummer 14 der Setzliste in Wimbledon antrat. Die Formkurve ist fraglich, und die Vorbereitung auf den Rasen war offenbar nicht optimal verlaufen. Tsitsipas hingegen demonstrierte seine Klasse und ließ keinen Zweifel daran, dass er zu den Top-Favoriten in Wimbledon zählt.
Das Giorgio Armani Tennis Classic endet somit mit zwei italienischen Niederlagen, doch die Spieler haben noch die Möglichkeit, sich in Wimbledon zu rehabilitieren. Die Augen sind nun auf die ersten Runde des Turniers gerichtet, wo Cobolli und Darderi versuchen werden, ihre bisher gezeigte Form zu vergessen und neue Kraft zu schöpfen. Die Rasensaison ist eröffnet, und der Kampf um die Wimbledon-Krone hat begonnen.