Poeta krönt sich zum ersten meistertrainer: ein novum für milano!
Mestre – Ein Schock, ein Traum, eine Sensation! Giuseppe „Peppe“ Poeta hat mit Olimpia Milano den italienischen Meistertitel errungen und damit eine beispiellose Karrierefolge vollendet. Nur 40 Jahre alt und nach einer Spielerkarriere, die 2022 endete, steht er nun als erster Trainer seit Jahrzehnten an der Spitze des italienischen Basketballs – und das nach einer Lehrzeit bei den Besten.
Von der bank an die spitze: poetas kometenhafter aufstieg
Die Geschichte von Giuseppe Poeta liest sich wie ein Lehrbuchbeispiel für Talent und Disziplin. Nach seiner aktiven Karriere, in der er bereits als respektierter Spieler glänzte, entschied er sich für den Weg des Trainers. Zuerst als Assistent unter Gianmarco Pozzecco in der Nationalmannschaft, dann unter dem legendären Ettore Messina bei Olimpia Milano – Poeta sog das Wissen wie ein Schwamm auf. Letzte Saison erreichte er mit Brescia bereits die Finalserie, verlor jedoch knapp gegen Virtus Bologna. Doch dieser Stolperstein sollte ihn nicht entmutigen.
Im November übernahm er dann das Ruder bei Olimpia Milano, zunächst als Assistent, mit der klaren Zielvorgabe, langfristig Messinas Nachfolge anzutreten. Die Chance kam schneller als erwartet, als der damalige Coach-Präsident zurücktrat. Poeta zögerte nicht und nutzte seine Chance – mit Erfolg! „Es ist unglaublich, ein Traum!“, so Poeta sichtlich überwältigt nach dem gewonnenen Finale gegen Venezia.

Triplesieger und mentor: poetas philosophie
Poeta führte Olimpia Milano nicht nur zum Meistertitel, sondern krönte diesen Erfolg mit dem Gewinn des Coppa Italia und der EuroLeague – ein historisches Triple! Dabei betonte er immer wieder die Bedeutung des Teamgeists und einer positiven Atmosphäre. „Allen mir Spaß zu machen, ist das A und O“, erklärt Poeta, dessen ansteckendes Lächeln schnell zur Visitenkarte des Klubs wurde. Seine Spielphilosophie, geprägt von Leichtigkeit und Leidenschaft, hat die Mannschaft sichtlich beflügelt.
Besonders beeindruckend ist Poetas Wertschätzung für seine Mentoren. „Ich danke Ettore Messina, der mir so viel beigebracht hat und die Basis für diesen Erfolg gelegt hat“, so Poeta. Auch die Unterstützung von Giorgio Armani, dem Eigentümer des Vereins, schätzt er sehr. „Er hat mir diese Chance gegeben, und dafür bin ich ihm dankbar.“
Doch Poeta ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. „Ich bin noch jung, habe noch viel zu lernen“, so der junge Coach, der bereits jetzt zu den gefragtesten Trainern Europas zählt. Sein Ehrgeiz ist ungebrochen, seine Vision klar. Er will mit Olimpia Milano eine neue Ära im italienischen Basketball einläuten – und das mit seinem unverkennbaren Lächeln und seiner unerschütterlichen Leidenschaft.
