Mir vor gericht: sexuelle nötigung und körperverletzung – hohe strafe droht

Valencia – Der Name Rafa Mir, einst Hoffnungsträger im Angriff der Werkself, steht nun im Zentrum eines explosiven Gerichtsprozesses. Dem Stürmer wird vorgeworfen, seine Ex-Partnerin und deren Freundin sexuell bedrängt und verletzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von über acht Jahren – ein Schlag für die Karriere des jungen Fußballers.

Die anklage: ein abend, der zur hölle wurde

Die anklage: ein abend, der zur hölle wurde

Die Ereignisse, die zu der Anklage führten, spielten sich im September 2024 ab. Mir, damals leihweise vom Sevilla FC an den Valencia CF ausgeliehen, lud eine Frau, die er in einer Diskothek kennengelernt hatte, sowie deren Freundin und zwei weitere Bekannte zu sich nach Hause ein. Was als lockerer Abend begann, soll sich in eine Eskalation der Gewalt und sexuellen Übergriffe verwandelt haben, so die Anklage.

Laut Staatsanwaltschaft kam es zunächst zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen mit einer der Frauen. Doch dann soll Mir die zweite Frau gewaltsam an sich gerissen und in den Pool geworfen haben, um anschließend weitere intime Handlungen vorzunehmen. Die junge Frau floh daraufhin aus der Wohnung, erkannte jedoch, dass sie ihr Handy vergessen hatte und kehrte zurück. Im Badezimmer soll Mir sie dann unter Zwang sexuell angegriffen haben.

Gleichzeitig soll sich Jara, ein ebenfalls dem Verein angehörender Fußballer, der zweiten Frau genähert und sie sexuell bedrängt haben. Als die beiden Frauen versuchten, die Wohnung zu verlassen, soll Jara eine von ihnen gestoßen und mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, wobei er die Worte „Ihr seid doch nur Möchtegern-Schönheiten, verschwindet“ von sich gab. Eine der Frauen erlitt dabei Prellungen und Schürfwunden, die andere eine psychische Belastung, von der sie 180 Tage lang litt.

Die Verteidigung: Einvernehmliche Beziehungen Die Verteidigung von Rafa Mir bestreitet die Vorwürfe vehement. Sie argumentiert, dass alle sexuellen Kontakte einvernehmlich waren und der Fußballer keinerlei Straftaten begangen habe. Diese Position hat Mir bereits in früheren Vernehmungen bei der Guardia Civil und vor Gericht vertreten. Die Anwälte plädieren für eine freie Entlastung ihres Mandanten.

Der Prozess, der vor dem Audiencia Provincial de Valencia stattfindet, wirft ein düsteres Licht auf die Welt des Profifußballs und die damit verbundenen Machtstrukturen. Die Forderung der Staatsanwaltschaft nach über acht Jahren Haft für Mir unterstreicht die Schwere der Vorwürfe und die Notwendigkeit einer umfassenden Aufklärung. Ob die Verteidigung die Geschworenen von Mirs Unschuld überzeugen kann, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung wird weitreichende Konsequenzen für die Karriere und das Ansehen des jungen Fußballers haben.