Italienischer fußball im schock: baldini krempelt kadre nach wm-debakel völlig um!
Rom – Der italienische Fußball steckt in einer tiefen Krise. Nach der historischen Enttäuschung und der schon zur dritten verpassten Weltmeisterschaft in Folge hat Interimstrainer Silvio Baldini einen radikalen Umbruch im Nationalteam angekündigt. Ein Großteil des Kaders wurde ausgetauscht – ein Eingeständnis der Misere und ein verzweifelter Versuch, das Ruder herumzureißen.

Nur fünf „überbleibsel“ aus der alten garde
Von den Spielern, die unter dem Vorgänger Gennaro Gattuso noch das Trikot der Squadra Azzurra trugen, konnten sich lediglich Gianluigi Donnarumma, Pietro Comuzzo, Marco Palestra, Niccolò Pisilli und Pio Esposito ihren Platz im neuen Aufgebot sichern. Der Rest ist ausgetauscht. 19 (!) neue Gesichter werden im Sommer gegen Luxemburg und Griechenland zum Einsatz kommen – eine Generation, die nun die Chance bekommt, das Image des italienischen Fußballs neu zu definieren.
Die Entscheidung Baldinis ist kein Wunder, sondern eine logische Konsequenz der jüngsten Ereignisse. Die WM-Qualifikation wurde verpatzt, die Spieler wirkten lustlos und ohne Leidenschaft. Nun soll frischer Wind für neue Energie sorgen. Die Altersstruktur der Mannschaft ist dabei besonders bemerkenswert: Donnarumma ist mit 27 Jahren der mit Abstand älteste Spieler, alle anderen Akteure sind 22 Jahre oder jünger. Eine Wette auf die Zukunft, die entweder Früchte trägt oder das endgültige Aus für den italienischen Fußball bedeutet.
Auch die Bundesliga ist von dieser Umstrukturierung betroffen. Neben Fabio Chiarodia von Borussia Mönchengladbach wurden gleich drei Spieler vom BVB in den Kader berufen: Samuele Inácio, Luca Reggiani und Filippo Mané. Ein Zeichen dafür, dass die deutschen Vereine offenbar eine gute Arbeit leisten und talentierte Spieler hervorbringen.
Doch die Krise des italienischen Fußballs ist tiefgreifender als nur die aktuelle Nationalmannschaft. Die verpassten Weltmeisterschaften, die enttäuschenden Leistungen bei internationalen Turnieren – all das hat das Image des einst so stolzen Fußballlandes beschädigt. Ob Baldini und sein junger Kader diesen Trend umkehren können, bleibt abzuwarten. Gennaro Gattuso, der den Job zuvor bekleidete, soll indes bei Lazio Rom anheuern und dort versuchen, den Club wieder in die Spur zu bringen.
Die Testspiele gegen Luxemburg und Griechenland werden für den neuen Kader eine Standortbestimmung sein. Es bleibt zu hoffen, dass diese jungen Spieler die Chance nutzen und zeigen, dass der italienische Fußball noch nicht am Ende ist. Denn eines ist klar: Die Fans sehnen sich nach Erfolg, nach Leidenschaft und nach dem alten italienischen Feuer.
