Milliarden-duell in der final four: roig und florentino lassen den ball sprechen

Die Euroleague schrumpft zur Parallelwelt der Superreichen. Vier Teams, vier Milliardäre, ein Titel. Am Freitag trifft Valencia Basket auf Real Madrid – nicht nur ein Spiel, sondern ein Schaukampf zwischen Juan Roig (7,9 Mrd. Euro) und Florentino Pérez (3,1 Mrd. Euro). Die andere Halbfinale? Olympiacos gegen Fenerbahce, besetzt von den griechischen Schiffsbauern Angelopoulos (2,5 Mrd.) und dem türkischen Medienzar Sadettin Saran (0,4 Mrd.).

Roig baut mit valencia ein monument gegen den geld-tsunami

Der Mann, der Spanien mit Supermärkten eroberte, setzt im Sport auf Kontinuität statt Knallcharge. Seit 1986 hält Roig Valencia in der Hand, doch selbst mit einem Vermögen, das vier Mal den Bundeshaushalt von Malta übersteigt, liegt der Kaderetat nur bei 9,5 Millionen Euro – Platz zwölf der Liga. Die echten Investitionen flossen in Infrastruktur: L'Alqueria, die 100.000 m² große Nachwuchsakademie, gilt als beste Europas. Das neue Roig Arena schluckt 15.600 Fans und wurde binnen 22 Monaten aus dem Boden gestampft. Eröffnungsjahr 2025, direkt Final Four – Timing wie bei einem Roigschen Sonderangebot.

Florentino dagegen zahlt 19 Millionen Gehalt, fast doppelt so viel wie Valencia. Das reicht nur für Platz zwei. Olympiacos überflügelt beide: 22,5 Millionen, trotz Salary-Cap-Überschreitung. Die Brüder Angelopoulos schicken ihre Schiffe durch jeden Steuerhafen, aber beim Basketball lassen sie das Geld nicht einfach kreisen – sie lassen es walzen. Saran wiederum steckt noch in der Einweihungsphase. Er übernahm Fenerbahce im September 2025, doch seine 400 Millionen reichen in dieser Runde nur für den Underdog-Status.

Die frage ist nicht, wer gewinnt, sondern wer sich das nächste projekt leisten kann

Die frage ist nicht, wer gewinnt, sondern wer sich das nächste projekt leisten kann

Die Euroleague schielt seit Jahren auf ein NBA-ähnliches Franchise-Modell. Valencia liefert mit dem Roig Arena die perfekte Kulisse, Madrid liefert die Marke, Olympiacos liefert die Leidenschaft, Fener liefert das TV-Publikum in die 85-Millionen-Einwohner-Türkei. Die Bilanz von Mercadona – 1,73 Mrd. Gewinn 2025, Plus 24,9 % – zeigt, dass Roig auch in Krisenzeiten Wachstum liefern kann. Wenn er jetzt den Pokal holt, dürfte die Liga ihm einen Stammplatz für die „Super League“-Pläne andienen. Und Florentino? Der baut gerade das neue Bernabéu um 1,5 Mrd. Euro. Für ihn ist Basketball ein Prestigeobjekt, nicht die Hauptgeschichte.

Am Ende steht ein einfacher Fakt: Wer hier gewinnt, darf sich nicht nur Champion nennen, sondern auch Zukunftsgestalter. Die anderen drei Milliardäre? Sie werden trotzdem weitermachen. Geld verliert, Titel kommen, aber die Arena-Leuchten gehen erst mal nicht aus. Valencia könnte also Geschichte schreiben – und Roig endgültig den Sprung vom Gemüsestand zum europäischen Sportimperium vollziehen. Wenn der Ball dann am Sonntag im Korb versinkt, zählt nur noch die Uhr. Nicht das Konto.