Milan-umbruch: 22 millionen euro für abschiede

Ein Erdbeben erschüttert den Mailänder Fußball: RedBird Capital Partners hat eine umfassende Umstrukturierung im sportlichen Bereich angekündigt, die finanzielle Konsequenzen in Millionenhöhe nach sich zieht. Der verpasste Einzug in die Champions League hat die Entscheidung von Eigentümer Gerry Cardinale offenbar beschleunigt, eine drastische Kursänderung einzuleiten.

Hohe abbuchungen für entlassenes personal

Hohe abbuchungen für entlassenes personal

Die Trennung von Geschäftsführer Giorgio Furlani, Sportdirektor Igli Tare, Trainer Massimiliano Allegri und technischem Direktor Geoffrey Moncada wird dem Verein eine saftige Rechnung präsentieren. Die im Kommuniqué lediglich als „nicht wiederkehrende Aufwendungen“ bezeichneten Summen belaufen sich auf schätzungsweise 22 Millionen Euro, die im Abschlussbericht für das Geschäftsjahr 2026 ausgewiesen werden müssen. Die Summe ist nicht unerheblich und verdeutlicht die finanzielle Belastung, die der Verein durch die Entlassungen trägt.

Die größten Posten entfallen dabei auf Furlani und Allegri. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende, dessen Vertrag bis 2028 verlängert worden war und ihm ein Netto-Gehalt von 3 Millionen Euro plus Boni garantierte, steht dem Verein voraussichtlich rund 10 Millionen Euro brutto pro Jahr kosten. Allegri hingegen, dessen Kontrakt bis 2027 lief und ihm 5 Millionen Euro netto (9 Millionen Euro brutto) einbrachte, verursacht eine Belastung von etwa 9 Millionen Euro. Tare, der 2025 einen dreijährigen Vertrag über 800.000 Euro netto unterschrieben hatte, bringt mit seinen verbleibenden 3 Millionen Euro brutto eine weitere beträchtliche Summe ins Spiel.

Moncada, dessen Vertragsverlängerung bereits feststand, wird zwar nur bis zum 30. Juni bezahlt, dennoch muss der Verein die vereinbarten Zahlungen leisten. Es bleibt abzuwarten, ob es zu Verhandlungen mit den entlassenen Mitarbeitern kommt, beispielsweise mit Allegri, sollte dieser in der Saison 2026/27 einen neuen Verein finden.

Die Situation verdeutlicht die prekäre finanzielle Lage des AC Milan und die Notwendigkeit, die Ausgaben in Zukunft drastisch zu reduzieren. Der verpasste Champions-League-Einzug hat nicht nur sportliche, sondern auch erhebliche finanzielle Konsequenzen zur Folge. Die Entscheidung Cardinales, das Ruder herumzureißen, ist ein klares Signal an den Verein und die Fans: Es gilt, einen neuen Weg einzuschlagen, um die finanzielle Stabilität und den sportlichen Erfolg wiederherzustellen. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob diese drastischen Maßnahmen den gewünschten Effekt haben.