Milan rast die sieben-schwestern-meute: 19 punkte aus den duellen der spitze

Die Rot-Schwarzen lachen obenauf. Während die Konkurrenz in den direkten Duellen der sieben Champions-League-Kandidaten strauchelt, hat der AC Milan 19 von 42 möglichen Punkten eingesackt – ein Wert, der über Sieg oder Niederlage in der Meisterfrage entscheiden könnte.

Die Rechnung ist simpel: Wer die Big-Match-Miniliga dominiert, spart sich im Frühjahr Nerven. Inter verlor in der Rückrunde zwei Heimspiele gegen Top-Teams, Napoli kassierte in Bergamo und Rom unnötige Remis, Juve schwankt zwischen Gala und Blackout. Milan dagegen blieb in fünf der sechs Top-Spiele ungeschlagen, schoss 13 Toren und ließ nur vier zu.

Die sieben-schwestern-tabelle spricht klare sprache

Die sieben-schwestern-tabelle spricht klare sprache

Rom duckt sich mit sechs Punkten auf den letzten Rang, Como und Atalanta teilen sich bei zehn Zählern Platz fünf. Juventus (12) und Inter (13) folgen auf Distanz, Napoli steht bei 15 Zählern – doch Milan thront mit 19 Punkten allein. Die Breite der Bande: zwölf Zähler Vorsprung auf die Giallorossi, vier auf den nächsten Verfolger.

Was bedeutet das für den Endspurt? Wer am 35. Spieltag in der Lombardie gastiert, muss mit offenem Visier attackieren – und riskiert Konter vom Drei-Sturm um Leão, Pulisic und Abraham. Trainer Fonseca hat seine Mannschaft auf Selbstversorger-Modus umgestellt: keine 0:0-Phasen, stattdessen frühes Pressing und sofortige Richtungswechsel nach Ballgewinn.

Die Folge: Milan bestimmt nicht nur die Tabelle der direkten Begegnungen, sondern auch die der Moral. Gewinnt man in der Woche gegen Parma, winkt vor dem Duell mit Inter eine kleine Polster-Führung von bis zu sieben Punkten. Ein Vorsprung, der in der jüngeren Serie-A-Geschichte noch keinen Meister umgeworfen hat.

Die Konkurrenten schauen auf San Siro, nicht nur wegen des Rasens. Sie spüren: Wer Milan stoppen will, muss mehr als nur Tore erzwingen – er muss eine Mentalität zerbrechen, die derzeit keine Fragen offenlässt.