Milan in der torflaute: allegri plantzt angriffsumstellung!
Das Rudel faucht in Mailand. Die Rossoneri, einst gefürchtet für ihre Offensive, haben in den letzten Wochen die Kraft verloren, das Netz zu finden. Während die Konkurrenz ihre Trefferstatistik aufpoliert, kämpft der AC Milan mit einer erschreckenden Torflaute – und das könnte die Scudetto-Träume jenseits der eigenen Grenzen versenken.
Die zahlen lügen nicht: ein angriff im krisenmodus
Die Fakten sind unerbittlich: Nur 23 Treffer in 31 Spielen. Ein Vergleich, der schmerzhaft ist, wenn man bedenkt, dass die Konkurrenz, allen voran Inter Mailand mit beeindruckenden 35 Toren, deutlich besser dasteht. Die Angreifer des Milan, angeführt von Christian Pulisic und Rafael Leao, scheinen den Rhythmus verloren zu haben. Leao erzielte neun, Pulisic acht, Nkunku lediglich fünf Tore in der Liga. Ein Vergleich mit den Top-Teams Europas zeigt noch deutlicher, wo der Schuh drückt: PSG, Lens, Barcelona und Real Madrid liegen deutlich vorne.
Was niemand wirklich sehen will: Die letzte Saison war auch nicht besser. Im Vergleich zu Girouds 13 Toren und Leaos 12 in der vorherigen Saison ist die aktuelle Leistung eine deutliche Enttäuschung. Das Problem liegt nicht nur an einzelnen Spielern, sondern an einer fehlenden Durchschlagskraft der gesamten Offensive – ein Teufelskreis, der das Team immer weiter zurückwirft.

Allegri wagt den umbruch: das 3-5-2-experiment
Angesichts der düsteren Lage erwägt Coach Allegri einen radikalen Schritt: die Umstellung auf ein 3-5-2-System. Ein riskanter, aber notwendiger Schachzug, um neue Impulse zu setzen und die Offensive zu beleben. Die Frage ist, wer dabei die Nase vorn hat. Pulisic, der nach seiner Rückkehr aus den USA etwas an Form zu gewinnen scheint, könnte eine wichtige Rolle spielen. Leao hingegen hat in den letzten Spielen kaum überzeugt. Die Konkurrenz im Sturm ist groß: Gimenez und Füllkrug buhlen um ihren Platz in der Startelf.
Die Begegnung gegen Udinese am Samstag bietet die Chance, den neuen Ansatz zu testen. Gegen eine Mannschaft, die defensiv nicht unschlagbar ist, könnten die schnellen Außenläufer des Milan durchaus ihre Wirkung entfalten. Doch die Umstellung wird nicht ohne Opfer gehen. Saelemaekers könnte auf der rechten Seite zum Verlierer werden, während Nkunku sich auf einer neuen Position beweisen muss.
Und jetzt das bittere Erwachen: Der Milan hat nach 31 Spieltagen keinen einzigen Spieler in der doppelten Ziffermarke. Ein Zeichen dafür, dass die Torverteilung zu ungleich verteilt ist und die Abhängigkeit von einzelnen Spielern zu groß.
Die Entscheidung von Allegri, die Offensive neu zu formieren, ist ein klares Signal. Ob es ausreicht, um die Torflaute zu beenden und die Scudetto-Hoffnungen am Leben zu erhalten, wird sich in den kommenden Spielen zeigen. Doch eines ist sicher: Der Milan muss dringend mehr Gefahr ausstrahlen, wenn er seine Ambitionen in der Serie A ernstnehmen will.
