Milan holt almstadt: ex-aston-villa-mann soll transfermarkt-chaos beenden

Der AC Milan hat eine neue Struktur im Transferbereich eingeführt – und damit die Nervosität der Fans weiter angeheizt. Nach monatelangen Spekulationen und der Frage, „Wer kauft die Spieler eigentlich?“, soll nun der deutsche Hendrick Almstadt (53) die Fäden ziehen. Ein Mann, dessen bisherige Bilanz im Transfergeschäft eher Fragen aufwirft als Antworten liefert.

Ein blick zurück: almstadts holpriger start in england

Schon einmal wagte sich Almstadt an ein ambitioniertes Projekt: 2015 übernahm er bei Aston Villa in der Premier League das Ruder. Das Ergebnis? Ein Desaster. Villa stürzte nach 58 Jahren in die zweite Liga ab, und die Verpflichtungen waren alles andere als glücklich. Ein Teufelskreis aus Fehlentscheidungen, der letztlich zum Rauswurf führte. Die Frage ist: Kann Almstadt aus seinen Fehlern lernen und im San Siro einen Neuanfang schaffen?

Es wäre naiv, die alleinige Schuld für den Abstieg auf Almstadt zu schieben. Eine Mannschaft geht unter, wenn viele Dinge schief laufen – sowohl auf als auch neben dem Platz. Doch im Fußball richtet sich der Blick bei Misserfolgen oft zuerst auf den Transfermarkt. Und da wirft Almstadts Villa-Zeit einige Fragen auf.

12 neue Spieler kamen damals unter seiner Ägide nach Birmingham: Ein Torwart, fünf Verteidiger, zwei Mittelfeldspieler und vier Stürmer. Eine Mischung aus ablösefreien Spielern, Leihen und gezielten Investitionen. Jordan Ayew kostete 12 Millionen Euro – ein stolzer Preis für einen Spieler, der nun mit 34 Jahren bei der WM in Katar dabei ist. Auch Jordan Veretout (von der Roma), Adama Traoré (Barça) und Scott Sinclair waren Teil dieses Puzzles. Allerdings: Nur wenige der Neulinge konnten sich wirklich durchsetzen und den negativen Trend umkehren.

Ein fataler Fehler war die Verpflichtung von Jordan Amavi für 11 Millionen Euro, der sich als Flop entpuppte. Und dann die Trennung von Christian Benteke, dem Goalgetter par excellence, der in seinen drei Jahren bei Villa in 101 Spielen 49 Tore erzielte. Für 46 Millionen Euro landete er beim Liverpool FC. Ein Verlust, der dem Verein schwer zu Bußen war.

Die finanziellen Probleme des Vereins, mit einem Verlust von rund 27 Millionen Euro, erschwerten die Situation zusätzlich. Almstadt wurde im März entlassen, nachdem er sich kurzzeitig nach Dubai zurückgezogen hatte – eine Entscheidung, die von beiden Seiten als „gemeinsamer Konsens“ dargestellt wurde. Ein diplomatischer Ausdruck, der im Fußball oft für das Scheitern einer Zusammenarbeit steht.

Die neue herausforderung im san siro: kann almstadt beweisen, was in ihm steckt?

Die neue herausforderung im san siro: kann almstadt beweisen, was in ihm steckt?

Gerry Cardinale, der Mann hinter RedBird, setzt auf eine amerikanisch geprägte Struktur mit vielen kleinen Zahnrädern statt eines einzelnen Sportdirektors. Hendrick Almstadt soll nun eines dieser Zahnräder sein, eng zusammenarbeitend mit Bobby Gardiner, dem Spezialisten für Big Data. Ob diese neue Struktur aufgeht, wird sich zeigen. Almstadt muss nun beweisen, dass sein Engagement bei Aston Villa ein Ausrutscher war und nicht seine wahre Leistungsfähigkeit widerspiegelt. Die neue Saison des Milan wird maßgeblich von den Transferentscheidungen abhängen. Und die Uhr tickt.

Der Druck ist enorm, denn die Champions League ist das erklärte Ziel. Daten und Algorithmen werden helfen, aber letztendlich entscheidet das Team auf dem Platz. Almstadt hat die Chance, seinen Ruf wiederherzustellen – und den Milan zurück in die europäischen Spitze zu führen. Ob er sie nutzen kann, bleibt abzuwarten. Die Fans blicken gespannt auf seine Arbeit.