Michelini: ayahuasca, coming-out und der 'sitzsack'-status im showgeschäft

Rom, Italien – Giulia Michelini hat in einem explosiven Interview bei „Belve“ auf Rai 2 ein Feuerwerk an Intimität, Selbstironie und provokanten Aussagen abgegeben. Die Schauspielerin, bekannt aus „Rosy Abate“ und „Motorvalley“, sprach offen über ihre Erfahrungen mit Ayahuasca, die Herausforderungen der Mutterschaft und ihre unorthodoxe Sicht auf das italienische Showbusiness.

Ein spiritueller ritt mit folgen

Das Gespräch mit Moderatorin Francesca Fagnani nahm von Beginn an eine unerwartete Wendung, als es um Michelinis spirituelle Reise ging. Sie gestand, die Ayahuasca-Zeremonie dreimal durchgeführt zu haben und beschrieb die Erfahrung als eine intensive, emotionale Katharsis: „Ich habe stundenlang geweint, hatte Visionen – richtige Monster!“, offenbarte sie.

Diese Offenheit, gepaart mit ihrer unkonventionellen Art, hat Michelini in der Vergangenheit Kritik eingebracht. „Die Leute sagen, ich sei verrückt“, scherzte sie, entkräftete aber gleichzeitig die Vorstellung einer rein oberflächlichen Entertainerin. Es geht ihr darum, authentisch zu sein, auch wenn das bedeutet, sich den Konventionen zu widersetzen.

„Ich bin wie ein liegestuhl – außen vor!“

„Ich bin wie ein liegestuhl – außen vor!“

Besonders amüsant war Michelinis Einschätzung ihrer Rolle im italienischen Showbusiness. Auf die Frage, ob sie sich als Teil der „Promi-Szene“ fühle, antwortete sie mit einem entwaffnenden Lächeln: „Ich bin wie ein Liegestuhl – außen vor!“, sagte sie, was die Distanz andeutet, die sie zu dem oft als oberflächlich empfundenen Umfeld pflegt. Es ist eine bewusste Entscheidung, sich nicht in die Mechanismen des Showgeschäfts verzetteln zu lassen, sondern ihren eigenen Weg zu gehen.

Der intime blick auf die mutterschaft

Der intime blick auf die mutterschaft

Ein weiterer emotionaler Schwerpunkt des Interviews war Michelinis Auseinandersetzung mit ihrer Schwangerschaft im Alter von 19 Jahren und der Entscheidung, Mutter zu werden. Die Erinnerung an diesen Weg offenbarte eine tiefe Zuneigung und Dankbarkeit: „Ich wollte nicht weinen. Ohne ihn hätte ich mich verloren“, gestand sie gerührt.

Und dann der unerwartete Moment: Während der Aufzeichnung kam es zu einem peinlichen, aber zugleich authentischen Zwischenfall. Michelini, sichtlich von der Nervosität angeregt, ließ ein unglückliches Rülpsen los – direkt während der Präsentation! „Die Angst macht’s“, entschuldigte sie sich lachend und demonstrierte damit auf humorvolle Weise ihre Bodenständigkeit.

Giulia Michelini hat mit diesem Interview nicht nur Einblicke in ihr Privatleben gewährt, sondern auch ein Bild einer Frau gezeichnet, die sich ihren eigenen Weg bahnt, sich nicht von Konventionen einschränken lässt und dabei stets einen trockenen Humor bewahrt. Eine Frau, die – wie sie selbst sagt – lieber ein Liegestuhl außen vor ist, als ein Zahnrad im Getriebe des Showgeschäfts.