Mexiko feiert wm-auftakt – drei platzverweise im aztekenstadion!
Ein furioser Start für die Co-Gastgeber: Mexiko hat Südafrika im Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 mit 2:0 (1:0) bezwungen. Doch der Sieg wurde von einer beispiellosen Disziplinarkrise überschattet – drei Platzverweise auf Seiten der Südafrikaner und ein mexikanischer Spieler sahen den roten Karton. Die Arena bebte, die Fans tobten, und die mexikanische Nationalmannschaft präsentierte sich von ihrer besten Seite.

Ein turbulentes spiel voller emotionen
Die Stimmung im legendären Aztekenstadion war elektrisierend. Nach einer spektakulären Eröffnungszeremonie mit Shakira und Burna Boy, die die 80.000 Zuschauer in Ekstase versetzten, begann das Spiel mit einem Höchstmaß an Intensität. Bereits in der neunten Minute brachte Julián Quiñones Mexiko in Führung, nachdem ein schwerwiegender Fehler von Yaya Sithole im Mittelfeld den Ball in seinen Weg ins Tor freigegeben hatte. Die frühe Führung gab den Mexikanern einen enormen Auftrieb und dominierte das Spielgeschehen.
Doch das Spiel sollte sich schnell von einem sportlichen Duell zu einem Disziplinar-Fiasko entwickeln. Yaya Sithole, der bereits den ersten Treffer indirekt verursacht hatte, sah in der 49. Minute nach einem unglücklichen Foul die rote Karte. Sechs Minuten vor Schluss wurde auch Themba Zwane wegen unsportlichen Verhaltens vom Platz geschickt. César Montes erhielt kurz vor Schluss ebenfalls den Platzverweis. Die drei Platzverweise untergruben die sportliche Qualität des Spiels und ließen die Frage aufkommen, ob die angespannten Verhältnisse in Mexiko-Stadt auch ihre Auswirkungen auf den Rasen hatten.
Raúl Jiménez sorgte in der 67. Minute mit einem Kopfball für den Endstand von 2:0 und ließ die jubelnden Fans in Mexiko-Stadt in einen Freudentaumel verfallen. Ein Sieg, der zwar gefeiert wurde, aber durch die vielen roten Karten einen bitteren Nachgeschmack hinterließ.
Die Proteste außerhalb des Stadions, die seit Tagen das Stadtbild prägen, sorgten für zusätzliche Unruhe. Metallbarrieren wurden aufgestellt, und es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Ein Kontrast zu der ausgelassenen Stimmung im Stadion, die von Rudi Völler als „unglaubliche Atmosphäre“ bezeichnet wurde.
Die Tatsache, dass Mexiko neben den USA und Kanada einer der drei Ausrichter der ersten WM mit 48 Nationen ist, macht diesen Sieg umso bedeutsamer. Es ist ein vielversprechender Start in das Turnier, der den Mexikanern Hoffnung auf den Einzug in die K.o.-Runde gibt.
