Messi-monument in argentinien: tourismus-hoffnungen & sicherheitsbedenken

Cultral Có, eine kleine argentinische Stadt, setzt auf eine gigantische Statue von Lionel Messi, um den Tourismus anzukurbeln. Doch der Ruhm des Weltmeisters birgt auch Schattenseiten, wie der jüngste Fall in Indien zeigt.

Ein denkmal für den fußballgott

Inmitten der ölreichen Provinz Neuquén im Südwesten Argentiniens, direkt an der Nationalstraße 22, erhebt sich nun ein 26 Meter hohes Denkmal für Lionel Messi. Die beeindruckende Skulptur, geschaffen vom lokalen Künstler Aldo Beroisa, zeigt den Superstar auf den Knien mit dem WM-Pokal 2022 zwischen den Beinen. Ein kühner Schachzug der rund 35.000 Einwohner zählenden Stadt Cultral Có, die in der Statue eine Möglichkeit sieht, den Tourismus anzukurbeln und die Aufmerksamkeit auf ihre Region zu lenken.

Die Entscheidung, Messi zu ehren, ist nicht überraschend. Argentinien atmet kollektiv auf, wenn es um den Fußball geht, und Messi ist für viele der Inbegriff des nationalen Stolzes. Aber die Geschichte wirft auch ein Schlaglicht auf die Risiken, die mit solchen monumentalen Bauwerken verbunden sind.

Indischer vorläufer demontiert: sicherheitslücke

Indischer vorläufer demontiert: sicherheitslücke

Denn die bereits existierende, noch größere Messi-Statue in Kalkutta, Indien – 21 Meter hoch und im Dezember 2025 feierlich enthüllt – musste Anfang Juni aufgrund von Sicherheitsbedenken wieder abgebaut werden. Die Gründe für die Demontage wurden nicht vollständig offengelegt, doch die Sorge um die Sicherheit des Denkmals und der Besucher scheint im Vordergrund gestanden zu haben. Ein bitterer Nachgeschmack für die indische Stadt und eine Warnung für Cultral Có.

Die argentinische Stadt muss sich nun fragen, wie sie die Sicherheit ihrer Messi-Statue gewährleisten kann. Die Nähe zur Nationalstraße 22, eine wichtige Verkehrsader, könnte das Risiko von Unfällen erhöhen. Zudem ist die immense Größe und das Gewicht der Skulptur (70 Tonnen) eine logistische Herausforderung bei Wartungsarbeiten und im Falle eines Notfalls. Die Verantwortlichen in Cultral Có stehen vor der Aufgabe, ein Gleichgewicht zwischen touristischem Erfolg und der Gewährleistung der Sicherheit zu finden – ein Balanceakt, der nicht einfach zu meistern ist.

Die Enthüllung des Messi-Denkmals in Cultral Có mag für viele ein Grund zum Feiern sein, doch sie erinnert auch daran, dass große Träume und monumentale Bauwerke nicht ohne Verantwortung und sorgfältige Planung auskommen. Die Geschichte aus Kalkutta ist eine eindringliche Mahnung, dass Ruhm und Verehrung auch Schattenseiten haben können.