Merle fräbel nach rodel-drama: „es ist einfach schmerzhaft“

Enttäuschung in cortina d'ampezzo

Während sich Julia Taubitz zu neuer Rodel-Olympiasiegerin krönt, erlebte ihre Teamkollegin Merle Fräbel ein äußerst schmerzhaftes Drama. Die Thüringerin verpasste knapp eine Medaille und kämpft noch mit den Emotionen. Das Rennen war für Fräbel ein emotionales Auf und Ab, gipfelnd in großer Enttäuschung.

Verpasste chance auf die erste medaille

Verpasste chance auf die erste medaille

Für Merle Fräbel hätte es die erste Olympia-Medaille werden können, vielleicht sogar Gold. Doch am Ende blieb nur der achte Platz. „Es ist alles noch ein bisschen schwierig“, sagte Fräbel nur wenige Stunden nach dem Rennen gegenüber dem MDR THÜRINGEN. Sie habe zahlreiche unterstützende Nachrichten erhalten, was jedoch aktuell nur ein schwacher Trost sei.

Der verhängnisvolle start

Der verhängnisvolle start

Der Traum von einer Medaille zerplatzte im dritten Lauf, als Fräbel direkt auf der Startrampe patzte und nach einer Berührung mit der Bande die Kontrolle verlor. Mit großem Rückstand kam sie ins Ziel, alle Medaillenhoffnungen waren dahin. Die Ursache für den Fehler konnte sie auch im Nachhinein nicht erklären: „Die Startsequenz war eigentlich nie das Problem. Ich kann mir nicht erklären, wie das gestern passiert ist.“

Teamkollegin taubitz spendet trost

Teamkollegin taubitz spendet trost

Trotz der Enttäuschung gab es auch Trost von ihren Teamkollegen und dem Trainerteam. Bundestrainer Patric Leitner zeigte Verständnis für Fräbels Situation: „Es ist natürlich ganz bitter, gerade für Merle. Ich glaube, das hätte ein Kopf-an-Kopf-Rennen gegeben.“ Er erinnerte an die eigene schwierige Situation von Julia Taubitz vor einigen Jahren und betonte, dass sie nie aufgegeben habe.

Blick nach vorne: der weltcup

Blick nach vorne: der weltcup

Fräbel fokussiert sich nun auf die restlichen Rennen im Weltcup in St. Moritz und Altenberg. Sie hofft, die Enttäuschung bald hinter sich lassen zu können. Im Kampf um die Gesamtwertung hat sie mit aktuell 445 Punkten noch Chancen, da sie nur knapp hinter Julia Taubitz (449) und der Österreicherin Lisa Schulte (464) liegt.

Hoffnung auf die nächste olympiade

Hoffnung auf die nächste olympiade

„Ich weiß, dass ich rodeln kann. Die ersten zwei Läufe bei Olympia haben gesessen. Zum Glück kommen in nächster Zeit auch wieder nur zwei Läufe“, sagte Fräbel optimistisch. Sie will im Training an ihrer Konstanz arbeiten, um sich für die Olympischen Spiele in vier Jahren bestmöglich vorzubereiten. Dort will sie erneut angreifen und um eine Medaille kämpfen.

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