Mem zurück: barça jagt revanche gegen magdeburg mit superstar
Dika Mem läuft wieder auf. Der spanische Rückraumstromer hat nach fünfwöchiger Pause die medizinische Freigabe erhalten und reist mit dem FC Barcelona nach Magdeburg – genau dorthin, wo seine Verletzung passierte.
Die Nachricht schlug am Mittwochabend ein wie ein Sahnehäubchen vor dem Topspiel der Machineseeker EHF Champions League. „Dika hat grünes Licht vom Medizinstab bekommen“, bestätigte der Klub via Instagram. Mit dem Kapitän im Kader will der spanische Rekordmeister am Donnerstag (20.45 Uhr, Sky) die Revanche für die 27:29-Pleite vom 18. September einfahren – damals fiel Mem nach 45 Minuten aus, heute soll er den Bann brechen.

Ortega muss auf zwei leistungsträger verzichten
Trainer Carlos Ortega kann zwar den 31-jährigen Linkshänder planen, muss aber auf Linksaußen Seif Elderaa und Kreisläufer Oscar Grau verzichten. Die beiden Spanier laborieren an Muskelfaserrissen, ihre Ausfallzeiten betragen mindestens zwei Wochen. Für Mem ist das Comeback dennoch ein emotionales Déjà-vu: Im Vorjahr kehrte er nach einem Syndesmosebandriss ebenfalls im GETEC-Arena zurück und netzte dreimal.
Die Statistik spricht für Barça. Seit jener September-Niederlage sind die Katalanen 23 Pflichtspiele ungeschlagen, erzielten dabei 757 Tore und kassierten nur 584. Doch Magdeburg ist da eine andere Nummer: In den letzten drei Heimspielen gegen den FC Barcelona holten die Sachsen-Anhalter neun von neun Punkten. „Wir wissen, dass sie hier laut werden“, sagte Mem am Flughafen, „aber wir haben auch gelernt, wie man gegen Lärm spielt.“
Für den SC Magdeburg geht es um mehr als drei Punkte. Bei einem Sieg würde die Mannschaft von Bennet Wiegert vorzeitig die Gruppenphase als Erster abschließen und im Achtelfinale ein theoretisch schwächeres Los ziehen. Barcelona wiederum kann mit einem Erfolg die Tabellenführung übernehmen und den direkten Vergleich drehen.
Anpfiff ist um 20.45 Uhr, die Arena ist seit Tagen ausverkauft. 6.800 Zuschauer werden erwartet, darunter 400 mit rotblauen Fahnen. Mem wird starten, das bestätigte Ortega in der Pressekonferenz. „Er ist nicht nur Torschütze, er ist unser Herzstück“, sagte der Coach. Wenn er seine ersten Siebenmeter verwandelt, könnte die Serie von 23 Spielen ohne Niederlage am Donnerstag auf 24 steigen. Magdeburg hat andere Pläne – und Mem ein altes Rechnungsbuch dabei.
