Meillard schlägt zurück: schweizer podest-hoffnung lebt in kranjska gora
Loïc Meillardzündet die nächste Schweizer Siegesserie. Mit Startnummer 1 fuhr der 26-Jährische im ersten Riesenslalom-Durchgang von Kranjska Gora auf Rang drei – und schob sich damit zwischen die gestürzten Giganten Marco Odermatt und Luca Aerni, die sich mit Geduld verfahren haben.
Odermatt büsst fast eine sekunde ein
Der Gesamtweltcup-Leader landete als Fünfter 0,92 Sekunden hinter Führungsmann Henrik Kristoffersen. Odermatts Analyse klingt wie ein Selbstgespräch auf der Piste: „Ich hatte nicht die Geduld und den Mut, sauber zu fahren. Bei jedem Tor bremst es eine oder zwei Hundertstel – am Ende wird’s ein Berg.“ Der Nidwaldner erwartet für Lauf zwei „schmierige“ Bedingungen, doch er schmunzelt: „Wenn man Letzter ist nach den ersten fünf, bleibt nur eine Option.“
Loïc Meillard zeigte sich überrascht von den Schneeverhältnissen. „Es war kein einfacher Rhythmus, eng und drehend“, sagte er dem SRF. „Zwei kleine Fehler haben sich eingeschlichen, sonst war’s sauber.“ Die Temperaturen steigen, der Schnee wird weicher – und genau das könnte den Schweizern in den zweiten 55 Toren zugute kommen.

Aerni startet als elfter – und gibt sich optimistisch
Luca Aerni fand oben keinen Rhythmus, kämpfte sich aber rein. „Ich hab die Füße zu oft gedreht, war zu ungeduldig“, gestand der Engelberger. Dennoch: Nur 1,48 Sekunden Rückstand, das Tor zur Top-Ten steht offen. Die Stimmung im Schweizer Lager ist laut, die Podest-Chance real – und das, obwohl die grösste Skination der Welt heute auf drei statt auf eine Kanone setzen muss.
Der zweite Durchgang startet um 13.30 Uhr, live auf SRF zwei. Wer dann die Nerven behält, wird siegen. Die Schweiz hat drei Joker – und einen Plan: Angriff, bevor der Schnee schmilzt.
