Medwedew demütigt: historische klatsche in monte carlo!

Daniil Medwedew, einst Weltranglistenerster, erlebte in Monte Carlo einen Abend für die Tennisgeschichte – und alles andere als einen schönen. Gegen Matteo Berrettini kassierte der Russe eine vernichtende 0:6, 0:6-Niederlage, die in seiner Profilaufbahn ihresgleichen sucht. Ein Debakel, das die Frage aufwirft: Was ist mit dem ehemaligen Dominator passiert?

Ein schlägerbruch und tiefe frustration

Die Partie dauerte lediglich 49 Minuten, und in dieser kurzen Zeit offenbarte Medwedew nicht nur eine erschreckende Formschwäche, sondern auch seine wachsende Frustration. Ein zerbrochener Schläger, bedienter Blick – die Körpersprache des 30-Jährigen sprach Bände. Berrettini hingegen schien im Tennis-Himmel zu schweben. „Das war definitiv eine der besten Leistungen meines Lebens“, staunte der Italiener, der selbst mit einer Reihe von Verletzungen zu kämpfen hatte. Er selbst habe „vielleicht drei Bälle verschlagen“, so Berrettini, und einen „Double Bagel“ – also zwei Satzverluste ohne Satzgewinn des Gegners – habe er so noch nie erlebt.

Es ist kein Geheimnis, dass Medwedew Sandplatztennis nie besonders gemocht hat. Seine Abneigung, die er schon mehrfach öffentlich geäußert hat – „Ich mag es nicht, für mich ist es einfach nur schmutzig“ – kam am Mittwoch auf dramatische Weise zum Ausdruck. Doch die aktuelle Niederlage ist mehr als nur eine Folge seiner generellen Antipathie für roten Untergrund.

Vergessene erfolge und eine fragliche formkurve

Vergessene erfolge und eine fragliche formkurve

Obwohl Medwedew in der Vergangenheit durchaus Erfolge auf Sand vorweisen konnte – 2013 gewann er den Masters in Rom, 2019 stand er in Monte Carlo im Halbfinale – verblassten all diese Leistungen in Anbetracht der heutigen Vorstellung. Gerade erst hatte er in Brisbane und Dubai zwei Turniere gewonnen und im Finale des Masters von Indian Wells Jannik Sinner an den Rand der Niederlage gebracht. Doch in Monte Carlo schien diese Formkurve abrupt zu enden.

„Ich habe in den letzten Jahren gelernt, auf Sand besser zu spielen. Ich verstehe das Spiel besser“, hatte Medwedew selbst vor dem Match betont. Diese Aussage wirkt angesichts der Ereignisse auf dem Court wie ein hohles Versprechen. Die Frage ist nun: Wird Medwedew seine Sandplatzprobleme in den Griff bekommen, oder bleibt die Beziehung zu diesem Untergrund weiterhin kompliziert? Die Antwort wird er in den kommenden Wochen auf dem roten Ziegelmehl finden müssen – denn seine Karriere hängt möglicherweise davon ab.

Berrettini triumphiert, medwedew im abseits

Berrettini triumphiert, medwedew im abseits

Während Berrettini seinen Sieg genüsslich feiert und sich in einer beeindruckenden Form präsentiert, muss Daniil Medwedew die bittere Pille schlucken und seine Strategie überdenken. Die klare Niederlage ist ein Weckruf, der ihm zeigen muss, dass harte Arbeit und eine Anpassung an die spezifischen Anforderungen des Sandplatztennis unerlässlich sind, wenn er seine Ambitionen im internationalen Tennis wieder verwirklichen will. Denn eines ist klar: So kann er nicht weitermachen.