Mcilroy verzaubert beim champions' dinner mit kulinarischer reise

Augusta National – Rory McIlroy hat beim diesjährigen champions' Dinner die Messlatte für kulinarische Gastfreundschaft hoch gelegt. Der nordirische Golfstar, frisch von der Verteidigung seines Titels, verwöhnte die 33 ehemaligen Sieger des Masters mit einer sorgfältig kuratierten Menüfolge, die sowohl lokale Aromen als auch persönliche Vorlieben widerspiegelte – und das zu einem Preis, den er selbst übernahm.

Ein hauch von irland und ein augenzwinkern

Während frühere champions oft die Küche ihres Heimatlandes in den Mittelpunkt stellten, wählte McIlroy einen etwas anderen Ansatz. Er würdigte zwar seine irischen Wurzeln, wie die Anekdote über die gestohlenen Bacon-Wrapped Dates von seiner Mutter Rosie beweist, doch der Schwerpunkt lag auf der Erkundung der Aromen von Georgia, dem Gastgeberstaat des Masters. Der Peach & Ricotta Flatbread, eine Hommage an die regionale Frucht, stieß auf breite Zustimmung. Und wer hätte gedacht, dass Gamberi in Tempura eine solch universelle Anziehungskraft besitzen?

Ein besonders amüsantes Detail war die Einbeziehung von Alge-Mini-Burgern als Vorspeise. „Ich habe im Vorjahr so viel Elch gegessen, während ich mich auf den Masters vorbereitet habe, dass ich ihn nicht als Hauptgericht anbieten wollte“, erklärte McIlroy mit einem Augenzwinkern. Diese spielerische Note unterstrich die entspannte und feierliche Atmosphäre des Abends.

Das zweite Etapp des Menüs war kein geringeres als ein Carpaccio von Gelbschwanzmakrele, inspiriert von einem seiner Lieblingsrestaurants in New York, Le Bernardin. McIlroy arrangierte sogar, dass die Küchenchefs des Augusta National gemeinsam mit dem Sternekoch Eric Ripert das Gericht zubereiteten – eine kulinarische Zusammenarbeit der Extraklasse!

Für das Hauptgericht bot McIlroy eine Wahl zwischen Filet Mignon vom Wagyu-Rind und gegrilltem Lachs, begleitet von saisonalem Gemüse aus dem hoteleigenen Garten und knusprigen Vidalia-Zwiebeln, einer regionalen Spezialität. Abgerundet wurde das Festmahl mit einem Sticky Toffee Pudding und Vanilleeis.

Weinbegleitung auf höchstem niveau

Weinbegleitung auf höchstem niveau

Doch nicht nur das Essen war außergewöhnlich, sondern auch die Weinbegleitung. McIlroy, selbst ein begeisterter Weinsammler, hatte die Weinkarte mit Bedacht ausgewählt. Ein Salon Brut Champagne 2015 eröffnete den Abend, gefolgt von einem Domaine Leflaive Batard Montrachet 2022 – ein Weißwein, der McIlroys besondere Vorliebe widerspiegelt. Zum Rotwein servierte er einen Chateau Lafite Rothschild 1990, seinen Glücksbringer aus dem Jahr seines eigenen Masters-Sieges. Den süßen Abschluss bildete ein Chateau D'Yquem 1989, dessen Jahrzahl mit McIlroys Geburtsjahr übereinstimmt. „Ich habe mich sehr um die Weine bemüht, da ich ein großer Fan bin und seit etwa zehn Jahren eine Sammlung aufbaue“, so der Champion.

Mit seinem durchdachten Menü und der exzellenten Weinbegleitung hat Rory McIlroy den champions' Dinner zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht, das nicht nur den Gaumen verwöhnte, sondern auch die Geschichte des Masters bereicherte. Die Erinnerungen an diesen Abend werden noch lange nachwirken – nicht zuletzt wegen des Chateau Lafite Rothschild, von dem Shane Lowry möglicherweise etwas zu viel genossen hat.