Mcilroy genießt exklusives dinner – ein blick hinter die kulissen
Rory McIlroy hat einen ungewöhnlichen Abend erlebt. Der Golfstar saß zum ersten Mal bei einem exklusiven Dinner in der Nähe des Speisesaals der Champions, ein Ereignis, das mehr war als nur eine Mahlzeit – es war ein Einblick in das Privatleben eines der karismatischsten Sportler unserer Zeit.

Ein kulinarischer trip rund um den globus
Die Speisekarte war alles andere als gewöhnlich. Vom Pan mit Pfirsich und Ricotta, begleitet von Balsamico, scharfen Honig und Basilikum – „ein Gericht für Gary Player“, wie McIlroy scherzhaft bemerkte – bis hin zu Tempura-Garnelen mit cremiger Soße, Datteln in Speck gehüllt mit Ziegenkäse und Mandeln, und Mini-Elchburger mit karamellisierten Zwiebeln und Knoblauch-Aioli, reichte die Auswahl von süß bis herzhaft. Ein Carpaccio von Thunfisch leitete zu einer Wahl zwischen Wanju-Fleisch oder Fisch über, bevor ein Pudding den Abend abrundete. „Ich habe nicht viel irisches Essen bestellt, denn ich wollte auch gut essen“, witzelte der Champion.
Doch der Abend war mehr als nur ein Fest für den Gaumen. McIlroy, der nach einem turbulenten Jahr voller öffentlicher Auftritte, dem Triumph bei der Ryder Cup und einer tiefen persönlichen Entwicklung stand, nutzte die Gelegenheit, sich zu entspannen und die einfachen Dinge zu genießen. Seine Beziehung zu seiner Frau hat sich vertieft, er ist verliebt in seine Tochter Poppy. „Poppy großzusehen ist wunderbar. Sie ist wie eine Mini-Erica. Es ist, als würde man mit zwei von ihnen zusammenleben, was meistens großartig ist. Sie ist ein unglaublich erzogenes, respektvolles und wohlerzogenes Kind. Ihr ein Leben zu ermöglichen, von dem ich mit meinem Alter nur träumen konnte, ist einfach wunderschön. Und ich liebe es, dass sie sich immer mehr für Golf interessiert. Alles begann mit dem Putt letzten Jahres bei den Par 3s. Es ist so weit, dass sie dieses Jahr unbedingt ihren eigenen Putter mitbringen wollte, damit sie meinen nicht benutzen muss“, erzählte McIlroy kurz vor dem Dinner.
Jon Rahm hatte McIlroys Charisma und seinen beeindruckenden Erfolg bereits gewürdigt: „Rory ist wahrscheinlich der ikonischste Golfer unserer Zeit, sowohl wegen seines Charismas als auch wegen seiner Erfolge.“ Diese Aussage spiegelt sich in jedem Aspekt seines Auftritts wider, von den zahlreichen Biografien über ihn bis hin zum Amazon-Dokumentarfilm, der die Opfer seines Vaters und seiner Mutter beleuchtet, die in Schichten arbeiteten, um seine Golfambitionen zu finanzieren. Gerry, McIlroys Vater, hatte 2014 220.000 Euro gewonnen, nachdem er zehn Jahre zuvor darauf gewettet hatte, dass sein Sohn vor seinem 26. Geburtstag die British Open gewinnen würde.
„Ich denke, sie haben im Dokumentarfilm hervorragende Arbeit geleistet“, so McIlroy. „Sie haben mir die Bedeutung von harter Arbeit vermittelt. Meine Mutter arbeitete Nachtschichten, mein Vater hatte mehrere Jobs. Wir haben nie viel Zeit miteinander verbracht. Das war normal in meiner Kindheit. Entweder war ich bei meinem Vater oder bei meiner Mutter, weil der andere immer arbeitete. Sie wussten, dass mein Sohn davon träumte, Golf zu spielen, und obwohl Golf in Irland nicht der teuerste Sport ist, kostete es dennoch einiges, ihn zu verschiedenen Clubs zu fahren, an Turnieren teilzunehmen, die Ausrüstung zu kaufen und all das.“ Die Werte, die er von seinen Eltern lernte, prägen ihn bis heute.
Nach dem Gewinn der Masters in Augusta empfindet McIlroy nun „Ruhe“, doch seine Ambitionen sind ungebrochen. Er erinnert sich an den Moment, als er nach seinem Sieg vor die Journalisten trat und ironisch fragte: „Was werden Sie nächstes Jahr fragen?“ Doch McIlroy selbst hat sich verändert. Die Frage nach dem nächsten Schritt, der Motivation und seinen zukünftigen Zielen beschäftigt ihn. Er hat erkannt, dass Erfolg nicht automatisch Glück bedeutet, sondern dass Ziele sich verschieben und weiter entfernt zu sein scheinen. Der Weg des Champions ist somit noch lange nicht zu Ende.
