Mcilroy gastiert luxusmenü und spricht von tiger beim champions dinner
Augusta, Georgia – Rory McIlroy hat nicht nur auf dem Golfplatz für Aufsehen gesorgt, sondern auch beim traditionsreichen Champions Dinner im Rahmen des Masters 2026. Als Titelverteidiger verwöhnte der Nordire die Golflegenden mit einem extravaganten Menü und einer emotionalen Rede, in der auch der Name Tiger Woods fiel.
Ein fest für den gaumen und die erinnerung
Die Auswahl von McIlroy war alles andere als gewöhnlich. Ein gelbflossen-Thunfisch-Carpaccio mit Foie gras eröffnete den Abend, gefolgt von Filet Mignon vom Wagyu-Rind oder gebratenem Lachs. Als Beilage durfte der Irish Champ, ein Kartoffelpüree mit Butter, Milch und Frühlingszwiebeln, nicht fehlen – ein kleiner Gruß aus McIlroys irischer Heimat. Warum er auf weitere Spezialitäten verzichtete? „Weil ich das Dinner auch genießen möchte“, erklärte er schmunzelnd.
Doch das Champions Dinner ist mehr als nur ein kulinarisches Highlight. Es ist eine Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen und die Geschichte des Golfsports zu feiern. Vor Legenden wie Bernhard Langer und Scottie Scheffler blickte McIlroy auf seinen eigenen Weg zurück und betonte die Bedeutung dieses besonderen Moments.

„Wir vermissen tiger“ – eine hommage an eine ikone
Das Schweigen war fast greifbar, als McIlroy in seiner Rede das Thema Tiger Woods ansprach. Der fünfmalige Masters-Champion fehlt auf dem Augusta National, nachdem er sich nach einem schweren Autounfall in eine Reha-Einrichtung in der Schweiz zurückgezogen hat. Die Worte des Nordiren trafen den Nerv der Anwesenden: „Wir vermissen Tiger.“ Eine simple, aber tief bewegende Hommage an einen der größten Sportler aller Zeiten.
Nicht alle Champions konnten anwesend sein. Phil Mickelson, dreimaliger Sieger in Augusta, hatte aus familiären Gründen abgesagt. Jon Rahm, der Gewinner von 2024, war jedoch dabei und gehört auch in diesem Jahr zu den Favoriten. Bernhard Langer, der zweimal den Masters gewann, beobachtete das Geschehen mit einem erfahrenen Blick. „50 oder 60 Spieler könnten gewinnen“, meinte Langer gegenüber dem Turniersponsor „Mercedes“, „aber man muss Namen wie Scheffler, McIlroy und vielleicht auch DeChambeau erwähnen.“
McIlroys gelassene Haltung fiel auf. Nach 17 Jahren Teilnahme am Masters schien er die Aufregung überwunden zu haben. „In den vergangenen 17 Jahren konnte ich es einfach nicht erwarten, bis das Turnier endlich losging. Und dieses Jahr wäre es mir egal, wenn das Turnier nie anfangen würde.“ Ein Zeichen dafür, dass er sich im Rampenlicht wohlfühlt und bereit für die Herausforderungen ist.
Die Faszination des Golfsports geht weit über das sportliche Ereignis hinaus. Es ist die Gemeinschaft, die Tradition und die Geschichten, die diesen Sport so einzigartig machen. Und Rory McIlroy hat mit seinem Champions Dinner einen weiteren, unvergesslichen Beitrag dazu geleistet.
