Mcgrath stolpert in hafjell – meillard donnert voran, südtiroler jagen punkte

Loic Meillard schickt sich an, die Saison mit einem furiosen Schlusspunkt zu krönen. Der Olympiasieger aus der Schweiz liegt nach dem ersten Slalom-Durchgang in Hafjell vorne – und das auf einer Piste, die mehr über Leidenschaft als über Kalenderdaten entscheidet. Denn die Temperaturen klettern, der Schnee wird weich, die Karten werden neu gemischt.

Mcgrath büßt – braathen wartet auf die revanche

Atle Lie McGrath, norwegischer Slalom-König und Führender der Disziplinenwertung, rangiert nur auf Rang sechs. Ein Rückstand von 1,14 Sekunden auf Meillard – das ist keine Kleinigkeit. Sein direkter Verfolger im Kampf um die kleine Kristallkugel, der Brasilianer Lucas Pinheiro Braathen, ist fünfter und bereits 1,14 Sekunden zurück. Die zweite Lauf wird zur Zitterpartie.

Hinter Meillard lauert Henrik Kristoffersen mit 67 Hundertstel Rückstand. Tim Haugen folgt auf Platz drei (+0,79), Clement Noel ist Vierter (+1,03). Die Spannung steigt – nicht nur wegen der Wetterbedingungen.

Sala und vinatzer kämpfen gegen die natur

Sala und vinatzer kämpfen gegen die natur

Tommaso Sala aus Bergamo schafft es als bester Italiener auf Platz 14 – 2,89 Sekunden hinter dem Leader. „Es war ein Kampf“, sagt er mit verschmitztem Grinsen. „Die Piste fühlte sich an, als würde man auf Karamell fahren.“ Alex Vinatzer, der aus Sterzing stammende Südtiroler, landet auf Platz 17. „Vielleicht die schlimmsten Bedingungen des Jahres“, gibt er offen zu. „Ich war nie wirklich sicher. Aber in Lauf zwei kann noch viel passieren – ich will unter die Top-15 und Punkte sammeln.“

Die Wetterprognose verspricht weiter steigende Temperaturen. Das bedeutet: Die Schneekristalle werden noch weicher, die Kanten noch unberechenbarer. Wer in Hafjell gewinnt, gewinnt nicht nur ein Rennen – er gewinnt Respekt.