Mbappé-skandal: ehemaliger profi zieht parallelen zu seiner eigenen situation
Der Name Kylian Mbappé ist derzeit in aller Munde – und das nicht nur wegen seiner fußballerischen Fähigkeiten. Ein Foto des französischen Superstars mit der Schauspielerin Ester Expósito während seiner Genesungsphase hat eine hitzige Debatte ausgelöst. Doch nun meldet sich ein weiterer Ex-Profi zu Wort, der eine erschreckende Parallele zu seiner eigenen Vergangenheit sieht.
Torres' enthüllungen: druck von oben und medienhetze
Miguel Torres, der zwischen 2006 und 2009 das Trikot des Real Madrid trug, äußerte sich im spanischen Radioprogramm „Tablero Deportivo“ zu dem Fall Mbappé und zog eine bittere Erfahrung aus seiner eigenen Karriere heran. Während seiner Zeit beim FC Málaga, als er als Kapitän in Abstiegsgefahr stand, wurde er, so Torres, von den Medien gezielt attackiert. Er erinnert sich daran, wie Paparazzi ihn bei Besuchen seiner Familie und seiner damaligen Partnerin, der Schauspielerin Paula Echevarría, ablichteten.
Die Situation eskalierte, als Torres versuchte, das Thema mit dem Verein zu besprechen. „Ich habe mit Málaga gesprochen, weil ich mich nicht geschützt fühlte“, so der 40-Jährige. Die Antwort, die er erhielt, war erschütternd: Ein hochrangiger Funktionär gab zu, dass der Verein zu sehr von Mansour Al Thani, dem Eigentümer, beeinflusst wurde und ihm keine Unterstützung gewähren würde. „Es hat sich angefühlt, als wäre es Málaga lieber gewesen, wenn ich verloren hätte, damit meine Bilder in den Medien auftauchten und der Druck auf die Mannschaft von den eigentlichen Problemen abgelenkt würde.“

Parallele zu mbappé: interessen des klubs vor dem spieler
Torres sieht eine deutliche Parallele zwischen seiner Situation und der von Mbappé. „Was soll das bedeuten? Vielleicht ist es dem Real Madrid wichtiger, dass über Mbappé gesprochen wird, als über andere Dinge“, mutmaßte er. Er deutete an, dass der Verein möglicherweise von der zusätzlichen Aufmerksamkeit profitiert, selbst wenn dies den Spieler belastet.
Seine Beziehung zu Paula Echevarría, die 2018 begann, ist ebenfalls von einer ungewöhnlichen Vorgeschichte geprägt. Torres erzählte, dass er die Schauspielerin bereits zehn Jahre zuvor durch David Bustamante kennengelernt hatte, der ihn für ein Musikvideo kontaktierte. „Wir haben uns zehn Jahre später wiedergetroffen“, so Torres. Die beiden telefonierten monatelang, bevor sie sich schließlich küssten. Er beendete seine Karriere im Fußball, um mit Paula eine Familie zu gründen und nach Madrid zurückzukehren. „Ich denke, ich habe keine falsche Entscheidung getroffen“, betonte er stolz auf seinen Sohn.
Die Geschichte von Miguel Torres ist ein beunruhigendes Beispiel dafür, wie der Druck und die Interessen eines Fußballklubs die persönlichen Lebensumstände eines Spielers überlagern können. Und sie wirft die Frage auf, wie viel Verantwortung die Vereine für das Wohl ihrer Spieler tragen, wenn es um mediale Aufmerksamkeit und öffentliche Wahrnehmung geht. Ob Mbappé aus dieser Erfahrung lernen wird, bleibt abzuwarten – eines steht jedoch fest: Der Fall hat ein dunkles Licht auf die Mechanismen des modernen Fußballs geworfen.
